Nicht alle B2B Content-Formen müssen in Papierform gegossen werden

5 aufwändige Content-Formen für Ihr B2B-Marketing, die es wert sind

In unserem vorherigen Beitrag habe ich fünf Content-Formen für das B2B-Marketing vorgestellt, die sich schneller und flexibler umsetzen lassen. Heute möchte ich derweil den Zweck und die Vorteile der Content-Formen erläutern, die mehr Arbeit machen, dafür aber auch gute Ergebnisse erzielen.

Der B2B-Markt ist generell erklärungsbedürftiger als der B2C-Markt. Gerade, wenn es um technologische Produkte und/oder Services geht, muss man den Kunden abholen. Da man außerdem nicht immer genau denjenigen in der Kommunikation hat, der sich auf der tiefen Ebene mit dem Produkt auskennt, muss man Formen finden, einen Einblick in die Vorteile und Eigenschaften des eigenen Angebotes zu geben.

An erster Stelle steht dabei oft, dass man mit seinen Content-Formen auch Vertrauen aufbaut, indem man Kompetenz und Expertise beweist.

  1. Studien, Whitepaper und E-Books

Als Redakteurin bin ich ein großer Fan vom Whitepaper, doch meine Kollegen runzeln immer mal wieder die Stirn: „Ein Whitepaper sagt ja schon aus, dass es lang und mühselig wird, sich da durchzukämpfen.“ Da auch wir Whitepaper haben, die knackige vier Seiten lang sind, aber auch solche, die über 20 Seiten umfassen, ist es hier wohl eher ein Imageproblem als ein grundlegendes Manko des Formats.

Nichtsdestotrotz ist es immer noch ein idealer Weg, um ein komplexes Thema in einem überschaubaren Umfang abzuhandeln.

Umständlich sind E-Books und Whitepaper indes in der Korrektur- und Layout-Phase. Je länger der Text, desto höher die Fehlerwahrscheinlichkeit und daher auch der Bedarf an mehreren Korrekturschleifen. Bei einer Studie kommt außerdem das Durchführen der Studie selbst hinzu, weshalb hier unbedingt längerfristig geplant werden muss.

Wofür verwenden wir Whitepaper und Co.: Einstieg in komplexe Themengebiete, Marktübersichten, Kundenumfragen, Anleitungen bzw. Leitfäden und Übersichten über umfängliche Unternehmensprozesse, -strategien und -bereiche.

  1. Webinare

Während das initiale Webinar dabei helfen kann, Leads nicht nur zu generieren, sondern auch im Webinar bereits mit ihnen zu interagieren, kann das „Web-Seminar“ auch aufgenommen und weiteren Leads und Kunden zur Verfügung gestellt werden. Das Videoformat ist zusätzlich sehr beliebt und teilweise auch beliebter im B2B-Bereich als das Whitepaper, weil es einfacher zu verdauen ist.

In der Umsetzung ist das Webinar je nach Thema und Ambition gar nicht so kompliziert. Es ist jedoch in der Planung nicht zu unterschätzen (Vermarktung, Einladungsprozesse, Bereitstellung der Materialien an Teilnehmer, Follow-up).

Wofür verwenden wir Webinare: Einführung in Software, komplexe Methoden und Prozesse/Strategien, bei denen es Erklärungsbedarf gibt (dieser kann durch Frage/Antwort-Teile während oder zum Ende des Webinars hin gedeckt werden).

  1. Kundenreferenzen und Use Cases

Kunden vertrauen anderen Kunden mehr als Unternehmen, das gilt im B2B-Bereich ebenso wie im B2C-Bereich. Entsprechend helfen Referenzen und Use Cases dabei, zu zeigen, wie Ihre Produkte und Services das Leben Ihrer Kunden erleichtern können und wie das Vorgehen dabei ist.

Zu den aufwendigen Content-Formen werden diese Beiträge vor allem deshalb gezählt, weil die inhaltliche Freigabe nicht nur im Unternehmen, sondern auch mit dem Kunden stattfindet. Der Kunde muss aktiv zustimmen, dass Sie seine Referenz bzw. seinen Use Case für Ihr Marketing verwenden dürfen (dazu gehört auch beispielsweise das Verwenden des Kundenlogos) und er hat oftmals auch eine Hand in der inhaltlichen Ausrichtung.

Wofür verwenden wir Kundenreferenzen und Use Cases: Darstellung der Funktionsvielfalt und Wirksamkeit von Produkten und Services, Übersicht über Branchenkenntnisse und Kernkompetenzen, Herangehensweise an Projekte.

  1. Videos

Obwohl das Webinar sicher auch zu den Videoformaten gezählt werden kann, möchte ich dennoch das Video an sich individuell als Content-Form anführen. Ein Webinar wird nämlich in erster Linie konzipiert, um mit den Teilnehmern ein Problem bzw. ein Thema zu erörtern. Ein Video steht jedoch im Idealfall für sich selbst. Dazu gehören beispielsweise Demos, Erklär-Videos oder Interviews.

Videos sind deshalb so aufwendig, weil sie einerseits ein klares Storyboard benötigen (was soll wie mit welchen Mitteln erzählt werden?) und andererseits technisch umgesetzt werden müssen. Das bedeutet beispielsweise, eine Tonspur einzusprechen oder ein Interview zu führen, die visuelle Darstellung zu konzipieren und alles zusammenzuschneiden.

(In diesem kurzen Video steckt viel Arbeit drin)

Der Vorteil von Videos liegt auf der Hand: in wenigen Minuten kann ein Konzept schnell und einfach erklärt werden. Durch die visuellen Mittel bleibt das Thema anschließend länger im Gedächtnis als ein Whitepaper oder Factsheet.

Wofür verwenden wir Videos: Begriffserklärungen, Produkt-Demos, Experten-Interviews, Zusammenfassungen von Events

  1. Events

Auch wenn das Webinar grundsätzlich zu den Events gehört, wollte ich es aufgrund der Verwertbarkeit nach Durchführung individuell auflisten.

Ein Event ist oft der beste Weg, um schnell hochwertige Leads zu generieren oder die Kundenloyalität zu steigern (bzw. Up- und Cross-Sell zu betreiben). Der persönliche Kontakt ist immer noch am effektivsten, um Geschäftsbeziehungen aufzubauen, die der Kunde nicht so schnell vergisst.

Doch ein Event ist natürlich auch aufwendiger und oftmals sehr viel kostspieliger als die bisher genannten Content-Formen. Das Event muss geplant, vermarktet und organisiert werden. Es muss ein Ort festgelegt, für Verpflegung gesorgt und ein klarer und interessanter Ablaufplan festgelegt werden. Oftmals werden im Vorfeld bereits Factsheets und E-Mails eingesetzt, um auf das Event aufmerksam zu machen. Kurzum, noch bevor es überhaupt um die inhaltliche Aufbereitung (Diskussionsteilnehmer, Keynote-Speaker, Moderatoren, etc.) geht, müssen zahlreiche administrative und organisatorische Grundlagen gelegt werden.

Wofür verwenden wir Events: zum Vorstellen gegenüber potenziellen neuen Kunden, zur Verbreitung von unserer Expertise, zur Kundenbindung und zum Informationsaustausch zwischen Kunden und Experten.

Erfahren Sie in unserem Whitepaper, wie Sie Ihren Content smart und effizient planen, produzieren und einsetzen, um Konversionen zu steigern. Verschwenden Sie keinen Content, sondern setzen Sie ihn dort ein, wo er die größte Wirkung erzielen kann.

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