Unsubscribe: eine Newsletter-Abmeldung ist kein Abschied für immer

Abmelden von Marketing-E-Mails: 3 Unsubscribe-Best Practices

Jeder Ihrer Leads oder Kunden hat das Recht, sich zu jeder Zeit von Marketing-E-Mails abzumelden. Doch selbst für den sogenannten „Unsubscribe“-Button gibt es Best und leider auch Worst Practices. Heute möchte ich Ihnen einige davon in einer Infografik vorstellen.

Abmelden vom Newsletter oder E-Mail-Marketing

Es hat wohl schon fast jeder Gebrauch davon gemacht: der „ich möchte mich aus diesem Verteiler abmelden“-Link oder -Button, der sich meistens ganz am Ende eines Newsletters oder einer Marketing-E-Mail befindet.

Rein rechtlich gehört er in jede Marketing-Kommunikation, da der Kunde seine aktive Erlaubnis geben muss, E-Mails von Unternehmen zu Werbezwecken zu erhalten und ebenso das Recht hat, diese jederzeit zurückzunehmen. Es ist also nicht wie bei Vampiren, die man einmal in die eigenen Wände eingeladen nicht mehr los wird.

Eine Newsletter-Abmeldung bedeutet nicht gleich den Kundenabsprung

So eine Abmeldung ist natürlich kein Grund zu feiern, doch sie ist ebenso wenig ein Grund, sich zu sehr darüber zu grämen. Nicht jeder Kunde kündigt die Beziehung mit Ihnen auf, nur weil er keine E-Mails mehr erhalten will. Jeder Kunde ist individuell und entsprechend hat jeder seine Vorzüge, wenn es um Kommunikationskanäle geht. Manche verfolgen Sie weiterhin auf sozialen Netzwerken oder lesen Ihren Blog. Andere schauen sich nur dann Ihre Webseite an, wenn Sie eine klare Kaufabsicht haben. Und wiederum andere – das lässt sich nicht verhindern – springen einfach ab.

Da Sie also nie wissen, zu welchem „Typus“ der Empfänger gehört, der sich gerade von Ihrem wunderbaren Newsletter abgemeldet hat, sollten Sie besonders eine Grundlage immer beachten: machen Sie es dem Kunden nicht schwer.

Niemand möchte, dass sich der Ladenverkäufer ans Hosenbein hängt, wenn man sich entschlossen hat, den Laden zu verlassen. Zusätzlich landen Sie schnell auf der schwarzen Liste und damit in den Spam-Filtern von E-Mail-Browsern, wenn Sie den Abmelde- oder auch Unsubscribe-Hinweis verstecken oder sogar ganz weglassen. Für Letzteres machen Sie sich übrigens sogar strafbar (mehr dazu können Sie hier lesen).

Was will der Kunde mit einer Abmeldung erreichen?

Denken Sie, wie auch bei allen anderen kundennahen Prozessen lieber darüber nach, wie der Prozess am elegantesten für den Kunden zu lösen wäre. Was will der Kunde in so einem Fall? Will er umständlich vom Gegenteil überzeugt werden? Will er sich durch aufwändige Feedback-Fragebögen kämpfen müssen, an deren Ende der Austrag aus dem Verteiler wartet? Oder will er einfach mit einem Klick den Erhalt Ihrer Werbe-E-Mails stoppen?

Dabei muss übrigens nicht jede Abmelde-Möglichkeit gleich aussehen. Ich habe mich von den EmailMonks inspirieren lassen, drei Methoden festzulegen, die jeweils einen individuellen Vorteil mit sich bringen (je nachdem, was zu Ihrem Unternehmen und Ihren technischen Möglichkeiten passt).

  1. 1-Klick-Abmeldung

Der Zeitsparer ist besonders dann gut, wenn Sie keine Newsletter-Optionen (Frequenz, Themen, etc.) anbieten und wenn Ihre Kunden eher pragmatisch sind. Mit einem Klick auf den Abmelde-Link ist die Adresse aus dem Verteiler ausgetragen.

  1. Preference-Abmeldung

Haben Sie indes ein Preference-Center für Ihre Kunden – also eine Möglichkeit, wo sich Ihre Kunden aussuchen können, wie oft, wann und mit welchen Inhalten sie E-Mails erhalten wollen – dann lohnt sich der direkte Link zum Center.

Nicht jeder Kunde stört sich an allen Marketing-E-Mails. Oft ist es einfach die Frequenz oder eine mangelnde Relevanz, die zum Abmelden motiviert. Können sich Kunden jedoch personalisierte E-Mails wöchentlich oder monatlich zuschicken lassen, sinkt die Zahl der Abmeldungen langfristig.

Was wollen Ihre Kunden? Mit dem Einsatz von Marketing Automation können Sie spezifischer auf Kundeninteressen eingehen. Eine Nachricht für alle? Besser ist es doch, wenn jeder Kunde den Content erhält, der wirklich relevant für ihn ist.

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  1. Abmeldung mit Bestätigungs-E-Mail

Wenn Sie etwas persönlicher mit Ihren Kunden kommunizieren wollen, können Sie auch eine Bestätigungs-E-Mail schicken. Der Kunde weiß somit, dass er definitiv aus dem Verteiler ausgetragen wurde und Sie können Größe beweisen und sich beim Kunden für die Aufmerksamkeit bedanken.

Aber verstehen Sie dieses letzte „Adieu“ nicht falsch: ein letztes Angebot oder eine Bitte, doch zurückzukommen, hat in dieser E-Mail keinen Platz (und dürfte auch rein rechtlich eher grau eingestuft werden).

  1. Besser nicht: der Feedback-Fragebogen

Natürlich möchte man nach dem Ende einer Beziehung gerne wissen, woran es lag. Lange Zeit war es relativ verbreitet, dass man als Kunde selbst beim Verlassen einer Webseite plötzlich mit einer Kurzumfrage konfrontiert wurde, warum man nicht mehr Zeit auf der Seite verbracht habe. Insbesondere dann, wenn die Abmeldung erst nach dem Ausfüllen des Feedback-Bogens möglich ist, kann ich Ihnen versichern, dass sich der Kunde nicht nur von Ihren E-Mails abmeldet.

Ein kleiner Tipp: wenn Sie wissen wollen, was Kunden von Ihren Marketing-E-Mails wollen, fragen Sie am besten die Kunden, die noch angemeldet sind. Und mit einem kleinen Anreiz in Form eines Gutscheins oder Rabatts werden sicher auch die Antworten nicht ausbleiben.

Und weil Bilder mehr sagen als Worte, habe ich das Ganze noch einmal in einer Infografik veranschaulicht, die Sie natürlich gerne teilen können (einfach auf den Teaser klicken und Infografik anschauen oder downloaden):

Vorschau IG Unsubscribe Best Practices

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