Ein Opt-In muss einladend sein

Best Practices: So optimieren Sie Ihre Opt-In-Rate

(Redakteurin: Delphine Arvengas)

Im stationären Handel sieht ein Opt-In wie folgt aus: Madame A. geht am Geschäft vorbei, sieht die Auslage, Preise, Angebote und zögert. Sie hält an und greift schließlich zum Türgriff. Eine Entscheidung wurde gefällt, der Schritt über die Türmatte symbolisiert den Willen von Madame A., sich auf das Geschäft einzulassen. Doch wie sieht es im Online-Bereich aus?

Den Kunden willkommen heißen

Sowohl für das Online- als auch Offline Marketing ist das Opt-In ein wichtiger Schritt, einen Interessenten zu generieren. In dem Moment, wo Madame A. auf den Button klickt, ihre E-Mail angibt oder sich etwas herunterlädt, ist sie keine unsichtbare Besucherin der Seite mehr, sondern kann identifiziert und entsprechend im Interessenten-Nurturing betreut werden. Sie wird von der eher unüberschaubaren Zielgruppe zum individuellen Interessenten, zur Madame A.

Dementsprechend ist das Opt-In einer der wichtigsten Momente (Moments that Matter) auf der umfänglichen Customer Journey. Vor allem ist es aber einer der Momente, die notwendig sind, um die individuelle Marketing-Betreuung der Kundin in Gang zu setzen.

Wozu brauche ich ein Opt-In?

Um Interessenten und Kunden Werbeinformationen schicken zu können, braucht es in Deutschland ein aktives Opt-In, da es nicht erlaubt ist, unerwünschte Werbemails (Spam) zu verschicken. Da insbesondere beim Content Marketing Angebote wie Rabatte, Produktlaunches, Newsletter oder Event-Einladungen dazu dienen, im Tausch mit einigen Daten – allen voran die E-Mail-Adresse – wertvolle Inhalte zu bieten, sind Opt-Ins besonders hier häufig zu finden:

  • Registrierung für einen Newsletter
  • Anmeldung eines Profils
  • Treueangebote / Community-Registrierung
  • Nutzung einer App
  • Teilnahme an einem Event
  • etc.

Gerade in Deutschland ist übrigens das Double-Opt-In empfohlen, das nach dem ersten Opt-In gewöhnlich via Mail eine weitere Aktion des Interessenten erfordert, um die E-Mail-Adresse zu bestätigen. So kann sichergestellt werden, dass sich tatsächlich der Inhaber der Adresse registriert und nicht irgendjemand anderes diese Mail verwendet hat. Der Empfänger wird darauf hingewiesen, dass er sich für einen Service angemeldet hat und bestätigt meistens mit einem Klick auf einen Link, dass die angegebene E-Mail-Adresse die Richtige ist, um den Interessenten endgültig in der Datenbank zu speichern. Dies dient übrigens nicht nur dem Verbraucherschutz, sondern auch Ihrer Datenbank: so gehen Sie sicher, dass es sich bei der Mail wirklich um einen echten Kontakt handelt, der auch auf Ihre Nachrichten reagiert.

Warum sollte ich das Opt-In optimieren?

Stellen Sie sich vor, Madame A. müsste am Eingang des Geschäftes erst einen Fragebogen ausfüllen, bevor sie den Laden betreten kann. Was denken Sie, wie viele Menschen es sich zwei Mal überlegen würden, ob sie wirklich etwas im Laden kaufen wollen? Doch im Online-Marketing braucht es ein Opt-In, damit der potenzielle Kunde (bzw. Kontakt) daraufhin informiert und bis zur Kaufentscheidung betreut werden kann.

Für viele Unternehmen ist daher nicht nur die Mail-Adresse interessant, sondern auch Name, Geschlecht (für die Ansprache), Alter, Beruf, Interessengebiete, etc. Um einem Unternehmen jedoch so viele Daten zu übermitteln, braucht unsere Madame A. auch Gründe, warum sich das lohnen würde. Ähnlich wie beim Ladenbeispiel ist es jedoch häufig so, dass die Opt-Ins für Newsletter, Whitepaper und Co einfach durch mangelnde Kommunikation kaum attraktiv für den Kontakt wirken.

  • Warum sollte Madame A. ihre Daten an Ihr Unternehmen übermitteln?
  • Welchen Vorteil erlangt sie dadurch?
  • Was macht Ihr Unternehmen mit den Daten?

Diese Fragen stellen sich fast alle Kontakte, die ein Opt-In-Formular sehen, doch nicht alle Unternehmen, die eines bereitstellen. Dabei ist es doch logisch, dass man weiß, wofür man beispielsweise seine E-Mail-Adresse preisgibt oder würden Sie einem Fremden in der Bahn einfach Ihre Telefonnummer geben?

Die Opt-In-Optimierung dient dazu, Kontakten wie Madame A. genau zwei Dinge zu vermitteln:

1. Warum sie einen Vorteil hat, wenn sie ihre Daten übermittelt.

2. Dass das Unternehmen verantwortungsvoll mit ihren Daten umgeht.

Haben Sie auch den Rest unserer Blogreihe gelesen? Hier geht es los.

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In unserer Infografik zeigen wir Ihnen, was Sie tun können, um Ihr Opt-In attraktiver für Neukunden zu gestalten.

Infografik: Best Practices um Opt-In-Raten zu steigern

 

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