Bilder in E-Mails: 10 Tipps für bessere Klickraten

„Ein Bild sagt 1000 Worte“, aber was ist, wenn es die falsche Aussage ist? Im folgenden Beitrag möchte ich Ihnen Best Practices, Hinweise und Tipps geben, wie man Bilder in E-Mails so einsetzt, dass sie ergänzen und nicht ablenken.

Eine schön bebilderte E-Mail wirkt professionell und visuell anziehend. Doch kaum ein Element in Ihrer E-Mail kann sein Ziel so sehr verfehlen, wie ein Bild, das falsch dargestellt wird, von der Botschaft ablenkt oder die Ladezeit verlängert. Damit Ihre Bilder also zum Klicken und nicht zum Löschen der E-Mail motivieren, möchte ich Ihnen 10 Tipps auf den (Post-) Weg mitgeben:

10 Tipps für Bilder in E-Mails

  1. Vergessen Sie den Alt-Text nicht

Bei manchen E-Mail-Browsern gehört es zum Default-Modus, Bilder nicht anzuzeigen, so dass der Empfänger die Bilderansicht individuell aktivieren muss. Andere Empfänger ziehen es generell vor, ihre E-Mails ohne Bilder zu lesen. So können sie sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Daher raten wir Ihnen, den Alt-Text Ihrer Bilder zu nutzen, um alle relevanten Informationen zum Bild festzuhalten. Der Empfänger erkennt auf einem Blick, ob das Bild relevant für ihn ist oder nicht und kann sich dann entscheiden, es anzuzeigen.

Ein Bonus: viele E-Mail-Programme für blinde Menschen lesen Texte vor. Ein Bild ohne beschreibenden Alt-Text bleibt diesen Empfängern verborgen, während ein Alt-Text das Bild zumindest metaphorisch „sichtbar“ macht.

  1. Auf die Größe kommt es an

Bilder, die zu groß sind, brauchen länger zum Laden oder werden gar nicht erst verschickt. Die Bildschirme, auf denen wir unsere E-Mails lesen dank Smartphone und Co werden immer kleiner. Es also nicht nötig, ein Bild in 3000px-Qualität in die E-Mail zu laden.

Legen Sie lieber eine Standardgröße für verschiedene Bildformate fest, die ein Bild nicht überschreiten darf.

Übrigens: es gibt E-Mail-Editoren, bei denen man die Bildergröße in der E-Mail verkleinern kann. Die Originalbildgröße wird jedoch weiterhin beibehalten und das Bild muss entsprechend vom E-Mail-Client komplett heruntergeladen werden. Es reicht also nicht, das Bild im Editor zu formatieren (siehe auch Punkt 10).

  1. Gesichter statt Symbole

Junge lächelnde Frau mit BlumeWenn es um die Psychologie von Bildern geht, sagen vor allem Gesichter und Menschen mehr als 1000 Worte. Mittels Eyetracking-Verfahren, also Tests, bei denen überprüft wurde, wo ein Nutzer zuerst hinschaut, konnte ermittelt werden, dass der Mensch sofort auf Gesichter reagiert. Mehr noch, wenn diese Gesichter in eine bestimmte Richtung blicken, wird der eigene Blick auch dorthin gelenkt.

Es kann also helfen, wenn ab und an ein Bild verwendet wird, auf dem eine Person nach unten oder zu einem CTA schaut.

  1. Ein Bild sagt nicht immer mehr als 1000 Worte

Hubspot hat vor einigen Jahren einen interessanten Test mit seinem E-Mails gemacht. So wurden nicht nur die Nutzer nach ihren E-Mail-Präferenzen befragt, sondern es wurde auch anhand von A/B-Tests geprüft, ob diese Aussagen auch stimmen. Das Resultat: obwohl mehr Nutzer sich HTML-E-Mails und entsprechend mehr Bilder wünschten, wurden die Plain Text-E-Mails ohne Bilder und visuellen Schliff bevorzugt geklickt.

Weder Hubspot noch ich möchten damit sagen, dass man fortan komplett auf Bilder verzichten muss. Vielmehr sollte man überlegen, welche E-Mails besonders geeignet für Bilder sind (Newsletter, Produktinformationen, Aktionen) und welche E-Mails eher vom persönlichen Anstrich eines Plain Text-Formats profitieren (Support, Vertrieb, Erstkontakte).

  1. Besser verlinkt als verschenkt

Um die Klickraten in Ihrer E-Mail zu erhöhen, lohnt es immer, das Bild (sinnvoll) zu verlinken. Ähnlich, wie es mittlerweile zum guten Ton gehört, das Unternehmenslogo auf der Webseite mit der Startseite zu verlinken, können Bilder in E-Mails ein guter Shortcut für den CTA sein. Wichtig ist hier, dass Sie beispielsweise durch Query Strings festhalten können, wie viele Klicks über den offiziellen CTA und wie viele über das Bild erfolgt sind.

  1. Die Platzierung muss passen

In den meisten E-Mails findet sich das Bild im Header. Doch das muss gar nicht sein. Die meisten Empfänger scannen die E-Mail erst und entscheiden sich dann, ob sie sie lesen. Es ist also nicht immer zielführend, wenn sie nur ein riesiges Headerbild und keinen Kontext zu sehen bekommen. Das Bild sollte also entweder eine sehr klare Aussagekraft haben oder aber mit Text kombiniert werden.

Zusätzlich sollte die Platzierung von Bildern immer im Lesetest geprüft werden. Ich habe schon E-Mails erhalten, bei denen riesige Bilder direkt vor den CTA platziert wurden, der dadurch zur Fußnote wurde. Wie bereits im Teaser erwähnt: Bilder sollten ergänzen und nicht vom eigentlichen Inhalt ablenken.

  1. Abwechslung sorgt für Aufmerksamkeit

Ein homogener Look für Ihre E-Mails ist natürlich besonders hilfreich für den Wiedererkennungswert. Dennoch kann es helfen, wenn verschiedene E-Mails je nach Zweck auch unterschiedliche Bilder bekommen. Insbesondere dann, wenn Sie Ihre E-Mails nach Buyer Personas variieren, lässt sich gut austesten, ob Bilder, die sich konkret auf die Interessen der Personas beziehen, bessere Klickraten erhalten.

  1. Zu viele Bilder verderben die Mail

Generell empfehlen Experten ein Bild/Text-Verhältnis von maximal 30/70. Hintergrundbilder sollten aufgrund der oftmals unsicheren Darstellungswahrscheinlichkeit vermieden werden und sowieso sollte gelten: weniger ist mehr.

Eine E-Mail, die fast ausschließlich ihre Botschaft durch Bilder bzw. Bilddateien vermittelt, kann aus den bereits genannten Gründen von vielen Empfängern nicht vollständig gelesen werden. Es gilt daher: keine wichtigen Botschaften durch Bilder vermitteln und den wichtigen Text möglichst im oberen Drittel der E-Mail platzieren.

  1. Verwenden Sie Farben – mit Bedacht

Bunte Bilder lenken die Aufmerksamkeit auf sich, aber sie können auch zu hektisch und unprofessionell wirken. Gerade bei der Verwendung von verschiedenen visuellen Elementen sollten Sie ein Auge auf die gesamte Farbpalette Ihrer E-Mail werfen, um die Aufmerksamkeit einerseits auf den Text zu lenken und andererseits für ein angenehmes Lesegefühl zu sorgen. Ein echter Hingucker wirkt vielleicht bei Werbebannern, aber eine E-Mail verlangt meistens nach etwas mehr Konzentration, als ein schnittiger Spruch auf einem Plakat oder Banner.

  1. Bildergrößen und Formatierung standardisieren

Wie bereits in Punkt 02. erwähnt, empfehle ich, dass Sie Ihre Bildergrößen für alle E-Mails standardisieren. Abgesehen davon, dass große Bilddateien für längere Ladezeiten sorgen, kann die Darstellung in unterschiedlichen Browsern fehlerhaft erscheinen. Ich habe es schon erlebt, dass perfekt im Marketing Automation-System formatierte E-Mails im E-Mail-Browser völlig ohne Formatierungen abgebildet wurden. Sprich, die Bilder wurden in ihrer Originalgröße abgebildet und waren auch nicht mehr linksbündig oder im Text integriert.

Wenn alle für E-Mails verwendete Bilder im Original eine Standardgröße haben (oder je nach Format jeweils einen Standard) und in der E-Mail immer über oder unter dem Text eingefügt werden, bevor sie formatiert und anderweitig editiert werden, ist zumindest die Ansicht homogen, wenn vielleicht nicht ideal.

Blick nach unten

Das Bild ist perfekt und was nun? Erfahren Sie in unserem Leitfaden, wie Sie mit Marketing Automation für einen persönlichen Schliff in all Ihren E-Mails sorgen und damit Ihre Leads und Kunden begeistern können.

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