Die heißesten Marketing Trends 2015

Die Key Take Aways vom Marketing Nation Summit 2015 in San Francisco

Mit dem Marketing Nation Summit 2015 fand in der letzten Woche eine der weltweit größten Marketingveranstaltungen statt. Waren es vor 2 Jahren noch rund 1.500 Besucher, strömten in diesem Jahr bereits über 7.000 Menschen auf das Event. Dieser rasante Anstieg lässt darauf schließen, wie relevant neueste Technologien und integrierte Prozesse für das Marketing geworden sind.

Der Hauptfokus der Veranstaltung lag klar auf den Innovationen, die in Verbindung mit Marketing Automation vorgestellt wurden. Doch auch der Austausch mit Anbietern innovativer Produkte und Technologien über Best Practices stellte einen wesentlichen Bestandteil dar.

INSPIRATION lautete das Motto des Summits in diesem Jahr. Und tatsächlich gab es sehr viele Präsentationen zu den heißesten Marketing Trends.

Die Highlights der Marketing Trends 2015

Zentrale Steuerung aller Marketing Aktivitäten über eine Plattform

Der „Marketier von heute“ arbeitet im Wesentlichen mit drei Applikationen – E-Mails für die eigene Kommunikation, dem Internet zur Informationsbeschaffung und Marketing Plattformen. Alle Aktivitäten wie Marketingplanung, Erfolgskontrolle, Budgetmanagement, Steuerung der Marketingkanäle (Kampagnen, Anzeigen, Social Media, Datenmanagement, Marketingprozesse) erfolgen in der Regel über diese Plattformen. Führende Anbieter von Marketing-Automation Software stellen sich auf diesen Wandel ein und arbeiten an einer sukzessiven Erweiterung ihrer Systeme, um zusätzliche Funktionalität über „Apps“ einzubinden. Technologie-Partner sind so in der Lage, sich über offene Schnittstellen in diese Plattformen einzuklinken. Marketo Kunden nutzen beispielsweise mindestens 3 zusätzliche Apps, die in die Marketing Automation Plattform integriert sind.

Predictive Marketing

Diese Methode ermöglicht, auch mit wenigen Informationen zu einem Lead oder Kontakt relativ exakte Informationen zu seinem künftigen Kaufverhalten erheben zu können. Dadurch können z.B. Formulare deutlich gekürzt werden, da die Informationen nach der Dateneingabe mit externen oder historischen Daten angereichert und Leads dadurch potentiellen „Kaufgruppen“ zugeordnet werden können. Das wiederum kann für Content Recommendation Engines (Tools, die bestimmte Inhalte vorschlagen) genutzt werden, die Segmentinformationen und Nutzerverhalten zu einem selbst lernenden Prozess verbinden. In der Zukunft setzen die Marketiers nur noch „Entwicklungsziele“ für die Zielgruppen, das „System“ findet dann im nächsten Schritt alleine heraus, an welchem Content sie interessiert sind und auf welchem Marketingkanal sie ihre Informationen erhalten sollten. Getreu dem Motto: „Let the systems do the driving“

B2B und B2C verschmelzen

Die Pharma-Industrie beweist dies ganz deutlich: In diesem Segment adressiert man mit seinen Marketing Maßnahmen sowohl Ärzte als auch den Endverbraucher. Doch auch im Rahmen von Telekommunikations-Unternehmen lässt sich die Unterscheidung von B2B und B2C nicht mehr so einfach vornehmen: Hier müssen sowohl die Geschäftskunden und Händler, aber auch die Kleinunternehmen und Privatkunden erreicht werden. Idealerweise sollte dies über eine einzelne Plattform erfolgen, um ein konsistentes Auftreten der Marke zu gewährleisten.

Integration der Online-Werbung in die Marketing Automation Plattform

Z.B. Adbridge von Marketo nach LinkedIn, Facebook, Google. Nurturing beginnt jetzt nicht mehr bei bekannten Leads, sondern setzt bereits bei anonymen Leads an, die auf eine Online-Anzeige klicken. Hier kann Nurturing aktiv dafür eingesetzt werden, anonyme in bekannte Leads zu konvertieren.

Life Cycle Management statt Lead

So sollte es ein Unternehmen verstehen, die richtige Kommunikation zum richtigen Zeitpunkt zu versenden und seinen Kunden „zuzuhören“. Was das konkret bedeutet? Ein Unternehmen sollte niemals Kaufangebote an Kunden senden, wenn diese gerade ein Customer Service-Problem adressiert haben. Im konkreten Beispiel heißt das, ein Kunde sollte kein Angebot zum Kauf einer neuen Kreditkarte einer Airline erhalten, wenn sein Flug gerade gecancelt wurde und er dadurch ein wichtiges Meeting verpasst hat.

Real Time Personalization gewinnt zunehmend an Bedeutung

Bei führenden MAP-Anbietern wird dies bereits standardmäßig im Produkt umgesetzt. Dadurch können dynamische Webseiten je nach Zielsegment in Echtzeit aufgebaut, aber auch personalisierte Inhalte generiert werden.

Predictive Campaign Ranking

Damit werden Kampagnen nicht mehr einzig und allein nach der erreichten Revenue Contribution bewertet, sondern die generierten Leads werden einem Cluster zugeordnet, das auf Basis historischer Daten einen bestimmten Umsatz macht. Das ist besonders dann sehr hilfreich, wenn die Vertriebszyklen sehr lang sind und man daher vor Ablauf eines Jahres oft nie so genau sagen kann, wie erfolgreich eine Kampagne wirklich war.

Das Internet of Things forciert die Umstrukturierung in Marketing-Organisationen

Produkte wie die Apple Watch werden die neuen Marketingkanäle und somit das Marketing revolutionieren. Internet wird überall integriert sein und die Möglichkeit zur Kommunikation mit potentiellen Kunden bieten. Dabei wird in Zukunft nicht jede Konversation ein „vollständiger“ Content wie zum Beispiel ein eBook sein, sondern möglicherweise nur eine kurze Nachricht oder ein Gedanke. Guter und unterhaltsamer Content wird daher immer wichtiger, da wir auch im B2B um die gesamten 24 Stunden Aufmerksamkeit unserer Prospects konkurrieren. Auf Grund der Vielzahl an Kanälen, ist es somit nur logisch, dass Marketing nicht mehr um diese Kanäle herum organisiert werden kann.

Agiles Marketing

Während der CMO früher lange an seinem Marketingplan und dessen Umsetzung arbeiten musste, beschäftigen sich moderne Marketing-Teams heute mit agilem Marketing. Das bedeutet, Ziele werden im 2-wöchigen Rhythmus festgelegt, priorisiert und die Zielerreichung täglich aktualisiert. Dies hilft, flexibel auf Feedback vom Markt zu reagieren, Kampagnen zeitnah an die Ergebnisse anzupassen, und produktiver zu arbeiten. Im Marketing läuft heute viel unter „Try and Error“. Um erfolgreich zu sein, müssen Ergebnisse ständig ermittelt, analysiert und optimiert werden.

Wichtig ist also nicht nur der Einsatz einer Marketing Automation Plattform, sondern auch die ständige Verbesserung der Prozesse, die Umsetzung neuer Ideen, sowie die effektive Nutzung der Daten.
In meinem nächsten Blog Artikel berichte ich über Best Practices beim Einsatz von Marketing Automation Plattformen, die im Praxisteil des Marketing Summits vorgestellt wurden.

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