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dmexco 2016 – The Show must go on

Das Kölner Klassentreffen

Am 15. Und 16. September war es wieder einmal so weit und knapp 50.000 Menschen pilgerten auf das Kölner Messegelände, um der dmexco, der führenden Messe für das digitale Marketing, einen Besuch abzustatten. In dieser Form fand sie heuer bereits das achte Mal statt.

Unter dem Motto „Digital is everything – not every thing is digital“ diskutierte und referierte man eifrig über aktuelle Trends und Innovationen.
Die Big Player der Branche präsentierten sich mit gigantischen Messeständen, um der Konkurrenz den Rang abzulaufen und den Besuchern einzigartige Erlebnisse zu bescheren.
Von Supermarkt, über Tattoo Artist bis hin zu Lagerfeuer und Meeting-Zelten war so einiges geboten. Ein TV Sender ließ es sich nicht nehmen und wartete sogar mit Pick-up und D-Promi im knappen Kleidchen auf.

Digital is everything

Beim beliebten Buzzword Bingo flogen dem Besucher in diesem Jahr wieder so einige Begriffe um die Ohren.  Ob allerdings jeder mit „Social Advertising“, „Personalization“, „Performance Display“, Analytics oder „Programmatic Advertising“ so viel anfangen konnte, sei einmal dahingestellt. Doch Gott sei Dank gab es nach wie vor Anbieter für E-Mail-Marketing, die die digitalen Anfänger unter ihre Fittiche nahmen.

Das Unternehmen „Think Marketing“ hingegen verstand es hervorragend seinen Digital Marketing Hub zu präsentieren. Hier hatten Besucher die Möglichkeit einen anonymen Persönlichkeitstest auf einem Tablet auszufüllen und erhielten im Anschluss ein T-Shirt, dessen Muster ihrer Persönlichkeit entsprach. Was das mit Kundenverhalten zu tun hatte, war dabei zwar nicht ersichtlich, doch half es erheblich bei der Partnersuche auf der Messe.

Salesforce.com, Anbieter von Cloud-Computing-Lösungen zeigte eindrucksvoll, wie Unternehmen eine individuelle Customer Journey über alle digitalen Kanäle hinweg planen und realisieren können.
Ohnehin war dieser einer der wenigen Stände, der sich den Besuchern offen präsentierte und sich nicht hinter Wänden aus Stehtischen, Blumenkästen oder Vorhängen verbarrikadierte.

Aber auch der Veranstalter selbst hat sich in diesen beiden Tagen nicht lumpen lassen, um die Besucher auf die Messe und in die überteuerten Hotelzimmer zu locken. Sage und Schreibe 570 Sprecher hielten Vorträge und führten Diskussionen zu neuen Trends und verhalfen durchgekauten Themen wie SEA, SEO, Leadgenerierung oder Data Driven Marketing zu neuem Glanz.

Not every thing is digital

Der Leitgedanke „Digital is everything – not every thing is digital“ bewahrheitete sich auf ganzer Linie. Gewährte die Messe den Besuchern einerseits einen anschaulichen Einblick in Virtual Reality oder E-Payment, so feierte auch die beliebte Standaktion „Tausche Gewinnspiel gegen Visitenkarte“ sein Revival. Schließlich braucht der Vertrieb nach der Messe noch was zu tun.

Auch der gute alte Leadbogen und der Visitenkartenscanner kamen rege zum Einsatz. Und wer wollte, der bekam in Realtime noch 1kg Papier in Form von Fallstudien oder Broschüren für lange Zugfahrten mit nach Hause.

Als Liebhaber des Saunierens kam man in diesem Jahr voll auf seine Kosten. Ein Wechselbad der Körpertemperaturen eröffnete sich einem, wenn man zunächst in der prallen Sonne für überteuerte Nahrungsmittel anstand, um sich dann in einem der Vorträge die Seele aus dem Leib zu zittern. Für die Customer Experience nicht unbedingt ein positives Erlebnis.

Wir sehen also: Digitale Transformation hin oder her, manche Dinge ändern sich nie. Und: Digital Natives kochen auch nur mit Wasser.

Persönliches dmexco Fazit

Aber genug gezetert und gemeckert. Welches Fazit lässt sich von dieser dmexco ziehen?

Diese Messe ist definitiv einen Besuch wert und ebenso wie ein Rammstein-Konzert, ein Must-Do im Leben eines Marketers.
Ihr vornehmliches Ziel sollte dabei jedoch nicht Leadgenerierung oder Kundengewinnung sein. Die dmexco ist eine hervorragende Plattform, um das eigene Netzwerk zu pflegen und neue Kontakte in der Branche zu knüpfen. Zudem ist sie die Partnerbörse schlechthin. Wo sonst trifft man so viele gutaussehende Herren und luftig gekleidete Damen auf einmal?

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