Hubspot geht zum Angriff über

Dreamforce 11 – Marketing Automation Anbieter werden agressiver

Nachdem wir bereits seit vielen Jahren Partner von Eloqua sind und wir seit einiger Zeit auch Hubspot kennen und einsetzen habe ich sehr viel Respekt für beide Anbieter. Ich kenne beide Produkte sehr gut und sie sind aus meiner Sicht nicht zu vergleichen.

Aber jetzt scheint der Markt für Marketing Automation heißer zu werden und die Anbieter kämpfen um Marktanteile.

Entwicklungen des Marketing-Marktes


Während
Marktführer Eloqua durch zusätzliche Funktionalität wie zum Beispiel Revenue Performance Management oder Social Media Tools seine Plattform erweitert und den Börsengang ankündigt scheint sich Hubspot durch marktschreierische Botschaften und „competitive Upgrades“, also Sonderpreise für Anwender anderer Plattformen hervortun zu wollen, um diese vom Inbound Marketing zu überzeugen. Das zumindest lässt eine Ankündigung vermuten, die zur Dreamforce in der vergangenen Woche in San Francisco veröffentlicht wurde : Hubspot Announces Death by Marketing Automation Upgrade Program . (Dreamforce ist übrigens die Anwenderkonferenz des CRM Anbieters salesforce.com.)

In ihrer Initiative scheinen sie allerdings anspruchsvolles Lead Scoring und Nurturing Kampagnen mit klassischem E-Mail-Marketing zu verwechseln. Dabei wird behauptet, dass Marketing Automation die eigenen Listen „killed“, also zerstört, da jährlich bis zu 25% der Kontakte in der eigenen Datenbank durch „Unsubscribes“ und „Bounces“ vernichtet werden. Gleichzeitig proklamieren sie die Möglichkeiten von Social Media als glückseligmachende Methode zur Gewinnung von neuen Interessenten.

Lead Management ist mehr als Social Media

Abgesehen davon, dass ich die hier angeführten Zahlen von 25 % als deutlich zu hoch empfinde halte ich die Botschaft insgesamt für sehr gefährlich. Ich bin damit einverstanden, dass Social Media ein wichtiger Kanal ist für die Gewinnung von Interessenten, die von jedem Marketing Automation Anbieter abgedeckt werden muss. Auch ist das Inbound Marketing ein sehr gutes Konzept, seine eigene Datenbank zu erweitern. (Nicht zuletzt deshalb haben wir bereits seit Monaten umfangreiches Know How aufgebaut und setzen Inbound Marketing mit Erfolg ein).

Aber zu einem guten Lead Management gehört mehr dazu als nur das. Nur durch ein ausgefeiltes Lead Nurturing können Interessenten zu echten Kaufinteressenten entwickelt werden. Und dabei spielt natürlich die Email eine wichtige Rolle. Außerdem ist gerade die Möglichkeit, über möglichst viele Kanäle mit den potentiellen Kunden zu kommunizieren eine der wichtigsten Anforderungen an eine Marketing Automation Lösung.

„Last but not least“ hat selbst Hubspot kürzlich einen Anbieter von Marketing Automation, die Firma performable, akquiriert und bindet diese in ihre Produkte ein. Damit sollten sie wissen, welche Bedeutung heute Email immer noch bei der Kunden- und Interessentenkommunikation hat.

Hubspot muss noch wachsen

Hubspot ist ein großartiges Produkt für Agenturen und kleine und mittlere Unternehmen zur Leadgewinnung und wird sicher seinen Weg machen. Aber für größere Unternehmen stellt Hubspot noch keine Alternative dar. Es fehlt heute noch an Funktionalitäten wie z.B. dem globalen Einsatz mit einer unternehmensweiten Implementierung, der Erfüllung von Datenschutzanforderungen in den verschiedenen Regionen sowie der Umsetzung von komplexen Workflows zur Datenmanipulation und für Multilevel-/Multistep-Kampagnen.

Hubspot ist offensichtlich daran interessiert, Lärm zu machen, um mehr Kunden kurzfristig zu gewinnen. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Initiative ihnen die Glaubwürdigkeitbringen wird, die sie gerne sehen würden.

Bin gespannt darauf, zu hören, was Sie denken.

PS: Wenn es Sie übrigens interessiert, was wir unter Inbound Marketing verstehen empfehle ich das folgende Einführungsvideo:

Erfahren Sie mehr zum Thema Lead Management auf unserem Blog unter der entsprechenden Kategorie.

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