Cloud-Ausschnitt aus Papier vor Wolkenhimmel

Meine Kollegin Sabine Kirchem meinte schon vor einigen Jahren, dass bald niemand mehr über die Cloud reden wird, weil sie irgendwann einfach zum (Arbeits-) Alltag dazugehört. Ganz so weit sind wir noch nicht, doch die Cloud hat bislang einige Spuren hinterlassen.

Cloud-Nutzung steigt

Geht es um die Cloud-Nutzung in Unternehmen, so geht es voran. Der Bitkom zufolge haben 2017 zwei Drittel aller Unternehmen (66%) die Cloud genutzt, unter Großunternehmen waren es sogar 83%. 21% der befragten Unternehmen plant derweil die Nutzung cloudbasierter Anwendungen. Dem Cloud-Monitor 2015 zufolge (PDF), ebenfalls von der Bitkom in Auftrag gegeben, haben 44% Cloud Computing eingesetzt und 24% haben den Einsatz geplant.

Einer aktuellen IDG-Studie zufolge (PDF) fühlen sich insbesondere IT-Leiter in Service-, Finanz- und High Tech-Branchen dazu gezwungen, Anwendungen in die Cloud zu migrieren. Die These der Studien-Autoren, dass dies vorwiegend auf Branchen zutrifft, die abhängig von modernen Technologien sind, scheidet sich spätestens an der Tatsache, dass die Telekommunikations- und Produktionsbranche eher weniger Druck verspürt (durchschnittlich um 7-10% weniger).

Unternehmen bevorzugen Cloud-Demos zur Entscheidung

In derselben Studie haben Entscheider die Top 3-Wege genannt, wie sie sich über Cloud-Anbieter bzw. Angebote informieren:

  1. Demos ausprobieren bzw. Vorstellungsrunden des Produktes (82%)
  2. Informationen auf der Anbieterseite lesen (78%)
  3. Reviews und Empfehlungen lesen (74%)

Gründe für die Implementation von Cloud-Anwendungen bestehen vorwiegend in der Optimierung von Prozessen sowie mehr Flexibilität am Markt:

  • Schnellere IT-Prozesse (71%)
  • Eine höhere Flexibilität um auf Marktereignisse zu reagieren (63%)
  • Geschäftskontinuität gewährleisten (58%)
  • Kundenservice optimieren (57%)

Unternehmen haben keine klare Strategie

In Unternehmen, die in einer IDG-Umfrage (PDF) zu ihren bestehenden Cloud-Strategien befragt wurde, stellte sich heraus. dass nur 28% eine klar dokumentierte und im Unternehmen kommunizierte Cloud-Strategie haben. „Das deutet darauf hin, dass viele Cloud-Implementierungen ohne ein klares Verständnis über die Kosten, das Management und andere Einflussfaktoren stattfindet.“

Die größten Erfolge können dieser Studie zufolge mit einem hybriden Cloud-Ansatz erzielt werden. Kurzum: eine Strategie, die ausschließlich auf cloudbasierte Anwendungen setzt, ist weniger erfolgreich und weist weniger Fortschritte auf, als ein hybrider Ansatz, der die verschiedenen Technologien miteinander ergänzt.

Basierend auf einer Umfrage von Rightscale haben mehr als 57% aller befragten Unternehmen spezifische Cloud-Teams im Unternehmen, um die Cloud-Nutzung im gesamten Unternehmen zu managen. Weitere 24% planen die Einführung eines solchen Teams. Die Umfrage wurde mehrheitlich in Unternehmen mit mehr als 1000 Angestellten geführt.

Generationsunterschiede im privaten Gebrauch

Kunden bzw. Privatanwender nutzen mehr Cloud-Dienste, je jünger sie sind. Gerade in Hinblick auf cloudbasierte Apps und der hohen Akzeptanz von Smartphones in jüngeren Generationen ist dies eine logische und natürliche Entwicklung. Statista zufolge nutzen 40% aller 16-24-jährigen, 33% aller 25-54-jährigen und 16% aller 55-74-jährigen Cloud-Dienste. Potenziell könnten diese Nutzerzahlen auch weitaus höher liegen, wenn man davon ausgeht, dass für viele nicht transparent ist, welche Anwendungen cloudbasiert sind.

Sicherheit spielt eine große Rolle

Die größten Sicherheitsrisiken sehen Unternehmen dem „Cloud Security Report“ (PDF) zufolge in:

  • Einem falschen Set-Up der Cloud-Plattform (62%)
  • Unauthorisierten Zugängen (55%)
  • Unsichere Schnittstellen (API) (50%)

Gartner prognostiziert derweil, dass insbesondere der nachlässige Umgang mit den Cloud-Anwendungen auf Seiten der User in den nächsten Jahren die Hauptursache von Datenschutzvorfällen in der Cloud sein wird. Unternehmen müssen neben der Implementierung auch sichergehen, dass Verantwortlichkeiten festgelegt und Sicherheitsstandards eingehalten werden (z.B. kein Teilen individueller User-Accounts, wechselnde Passwörter, etc.).


Immer mehr Unternehmen erwägen CRM aus der Cloud. Warum und welche Vorteile sich dadurch ergeben, erfahren Sie in unserer Studie.

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