SEO Symbolbild

SEO (Suchmaschinenoptimierung) ist ein komplexer Themenbereich, da es zahlreiche Variablen gibt, die Ihr Ranking beeinflussen. Doch es gibt ein paar einfache Maßnahmen, die Sie selbstständig umsetzen können, um solide Grundlagen für ein besseres Ranking zu schaffen.

Auf einen Blick:

  • Achten Sie darauf, dass die Dateigröße Ihrer Medienelemente, insbesondere von Bildern nicht zu groß ist.
  • Vergeben Sie beschreibende Alt-Texte für Ihre Bilder.
  • Verlinken Sie extern wie intern logisch und informativ.
  • Achten Sie auf eine saubere Struktur für Kategorien und Tags.
  • Strukturieren Sie Ihre Seiten und Menüs logisch und mehrwertig für Webseitenbesucher.
  1. Bildergröße beachten

Die Performance bzw. Webseitengeschwindigkeit gehört neben relevanten und gut markierten Content zu den wichtigsten Variablen der Suchmaschinenoptimierung. Oft sind dies Themen der IT, des Webseiten-Hosts oder -Admins. Doch auch in der Redaktion kann man Einfluss darauf nehmen und zwar bei der Bildbearbeitung. Viel zu oft werden riesige Bilder in perfekter Qualität hochgeladen, selbst wenn sie nur als Vorschau dienen oder auf der Webseite selbst viel kleiner dargestellt werden.

Auf den ersten Blick mag das kein Problem sein, immerhin kann man die Datei ja so darstellen, dass das Bild eben nicht zu groß erscheint. Doch für die Ansicht muss trotzdem die gesamte Datei geladen werden und wenn die 3MB groß ist anstelle von 70KB, dann lädt die Seite eben länger. Insbesondere für den mobilen Gebrauch kann das schon für enorme Ladezeiten sorgen und so die Absprungrate erhöhen (und damit auch dem Ranking schaden).

Achten Sie daher auf die Größe Ihrer Dateien, die Sie auf Ihrer Seite hochladen und überlegen Sie, wer sie sich wo ansieht. Oft sind auch kleinere Größen ausreichend, um trotzdem eine gute Bildqualität zu erreichen. Besonders für Vorschaubilder/Thumbnails sollten Sie zusätzlich überlegen, kleinere Varianten Ihrer Bilder zu speichern und hochzuladen.

  1. Alt-Texte für Bilder vergeben

Der Alt-Text für ein Bild dient theoretisch dazu, den Inhalt des Bildes zu beschreiben. Dadurch kann das Bild auch „gelesen“ werden, wenn es nicht angezeigt werden kann (etwa durch individuelle Browsereinstellungen). Auch Menschen mit Sehbehinderung können das Bild dadurch besser kontextualisieren.  Der Alt-Text wird dann einfach über ein Sprachenprogramm vorgelesen. Das dient zur Barrierefreiheit und wird von Google grundsätzlich belohnt.

Früher hat einem quasi jeder SEO-Profi geraten, alle Keywords in den Alt-Text eines Bildes unterzubringen, anstatt zu beschreiben, was abgebildet ist. Dieser Regel sollte man mittlerweile nicht mehr folgen. Barrierefreiheit geht vor und das sogenannte „Keyword-Stuffing“, also das Unterbringen von Keywords wo es nur geht, ist mittlerweile sowieso durch Suchmaschinen nicht mehr notwendig und wird teilweise sogar abgestraft. Daher ist es immer gut, wenn man sich die Mühe macht, um kurz das Bild zu beschreiben.

Vor allem aber sollte man Alt-Texte nicht leer lassen, denn dann wird häufig der Dateiname angezeigt und der ist nur selten so vorbildlich gewählt, dass auch das Motiv daraus zu entnehmen ist. Viel häufiger findet man dort Namen wie „3450px_1200px“ oder „LS_profil_rund“, womit Webseitenbesucher in der Regel wenig anfangen können.

Einen sehr umfangreichen Beitrag zum Einsatz von Bildern in Ihren Marketing-E-Mails können Sie übrigens hier lesen.

  1. Seiten logisch miteinander verlinken

Verlinkungen sind im SEO-Bereich eine Geschichte voller Missverständnisse. Für unseren SEO-Blog erhalten wir immer noch Linktausch-Angebote, obwohl Google seit Jahren eher kritisch auf thematisch zusammenhanglos verlinkte Webseiten blickt. Auch für die eigenen Leser ist es eher von geringem Mehrwert, wenn ein lieblos geschriebener, oberflächlicher Text von einer Agentur einen Fachbeitrag ersetzt, um auf eine Seite zu linken, die keinen Informationswert hat.

Zusätzlich gab es lange Zeit viele verschiedene Link-Regeln, die von SEO-Experten vorgegeben wurden, die mittlerweile dank smarter Suchmaschinen-Algorithmen nicht mehr befolgt werden müssen.

Best Practices für Links

  • Interne Links müssen nicht mehr mit Keywords im Hypertext verlinkt werden.
  • Solange sie Sinn ergeben, gibt es keine Limitierung an externen (oder internen) Links in einem Text
  • Ein Link sollte nicht zu oft auf einer Seite „wiederholt“ werden. Dies hängt natürlich auch von der Seitenlänge ab. Für einen 500-Wort-Beitrag reicht ein Link auf eine passende Landing Page. Bei einem 2000-Wort-Beitrag kann dieser auch schon mal 2-3 eingesetzt werden (z.B. mittig und zum Abschluss).
  • Ob Links in einem neuen oder im selben Tab geöffnet werden, hat keine Auswirkungen auf das SEO und ist daher eine subjektive Entscheidung. Ich persönlich präferiere allerdings das Öffnen in einem neuen Tab, da durch der Leser selbst entscheiden kann, ob er sich weiter auf der aktuellen Seite aufhalten will oder direkt zur neu geöffneten Seite wechseln möchte.

Mittlerweile gilt für interne wie für externe Links: Sinn müssen sie machen. Ob nun extern oder intern: ein Link sollte für den Seitenbesucher immer auch einen Mehrwert bieten, sei es zur Erweiterung des Wissens, als Quellenangabe oder aus anderweitigen Gründen.

Gerade intern spielen außerdem die sogenannten „Themen-Cluster“ eine Rolle. Google erkennt gerade bei internen Links Themennetzwerke, wenn diese logisch miteinander verknüpft sind.

Das erreichen Sie, indem Sie beispielsweise eine Hauptseite für Informationen zu einem Thema haben (dies wird auch als „Cornerstone„-Content bezeichnet) und diese nun gegenseitig mit anderen Seiten verlinken, die zusätzliche Informationen bieten, auf Unterthemen eingehen, andere Aspekte darstellen, etc.

Durch die Links sieht Google, dass dieses Thema ein Schwerpunkt auf Ihrer Webseite darstellt und stuft die Relevanz bei einer entsprechenden Suche höher.

  1. Tags und Kategorien sinnvoll nutzen

Kategorien und insbesondere Tags werden für Blogs gerne wie Konfetti gestreut, besonders dann, wenn viele Redakteure daran arbeiten. Doch die bunte Vielfalt ist hier nur bedingt hilfreich bei der Suchmaschinenoptimierung.

Kategorien sollten in einer überschaubaren Anzahl erstellt werden und die Kernthemen Ihres Blogs abdecken. Sie sind quasi die „Kapitel“ in Ihrem Blog.

Tags sind sowas wie das „Schlagwortverzeichnis“ für Ihren Blog und sollten daher sinnvoll gesetzt werden. Sind es zu viele, verlieren Sie oft Dazu gibt es ein paar Best Practices:

  • Eine Kategorie sollte sich nicht als Tag doppeln (wenn Sie die Kategorie „Marketing“ haben, sollten Sie kein Tag „Marketing“ anlegen)
  • Tags sollten im Idealfall erst dann angelegt werden, wenn Sie mehrere Beiträge dazu haben. Da sie für die Blogleser dazu dienen, mehr zum Thema zu erfahren. Gibt es nur einen Beitrag für einen Tag, so klickt der Leser vergebens.
  • Jedes Tag sollte ein Thema beschreiben, Tags sollten sich also nicht doppeln, sondern nur dann erweitert werden, wenn dadurch ein ergänzendes Thema/Unterthema aufgenommen wird.

Falsch: Rock, Rock Musik, Rock’n’Roll, RocknRoll

Richtig: Rock, Soul, Blues, Jazz, Folk

  1. Informationen logisch strukturieren

Modernes SEO ist so konzipiert, dass es dem Webseitenbesucher dient und nicht zwangsläufig der Suchmaschine. Das heißt auch, dass die Anwendungsfreundlichkeit sehr wichtig ist. Für Redakteure bedeutet dies beispielsweise, sich zu überlegen, was für Webseitenbesucher am wichtigsten ist, wenn sie auf die Seite kommen, welche Infos sie zuerst sehen wollen oder müssen und wie die Seite logisch aufgebaut sein sollte, damit Besucher das finden, was sie suchen und sich motiviert fühlen, weiter zu stöbern.

Webseitenbesucher sollten nicht zwangsweise nach dem richtigen Inhalt suchen müssen oder nervige Klickstrecken durchlaufen, nur damit die Klick/Viewzahlen der Seite hochgehen.

Oft müssen Sie dabei auch mal die Marketingbrille ablegen und die Nutzerbrille aufsetzen. Der tolle Newsletter-Banner oder das Whitepaper-Pop-up muss vielleicht nicht immer sofort eingesetzt werden. Manchmal sollten Sie den Besuchern Zeit lassen, sich überhaupt erst mit Ihrer Seite vertraut zu machen.

Wichtiger ist daher, je nachdem, über welche Keywords Besucher auf Ihre Seite kommen, die Erwartungshaltung zu treffen.

Das können Sie übrigens auch über die Tag-Lines und Metatexte beeinflussen.

Tag Lines

Seitentitel, die bei den Suchergebnissen angezeigt werden. Dies müssen nicht automatisch die Headlines Ihrer Seite sein. Sie können auch so formuliert werden, dass sie eher Personen ansprechen, die Ihr Unternehmen beispielsweise noch nicht kennen.

Metatexte

Texte, die oft in Vorschaubildern bzw. in den Suchergebnissen unter dem Seitentitel angezeigt werden. Früher hatten sie einen großen Einfluss auf das Ranking, mittlerweile dienen sie aber vor allem als kurzes Intro bzw. als Teaser, um Interessenten einen Einblick zu geben, was sie auf Ihrer Seite erwartet.

Sowohl Tag Lines als auch Metatexte können bei den meisten Blogs manuell angepasst werden. Sie können auch klar kommunizieren, worum es auf Ihrer Seite geht und so bereits im Vorfeld die Erwartungshaltung beeinflussen. Das hilft auch, wenn Sie Themen behandeln, die in der Keyword-Suche sehr wohl auch unterschiedliche Zielgruppen und Themenbereiche ansprechen. Sind Sie beispielsweise ein B2B-Unternehmen, das Büroböbel vertreibt, so können Sie bereits im Metatext darauf hinweisen, dass es sich nicht um einen B2C-Verkauf handelt.


Finden Sie heraus, wie Ihre Webseitenbesucher die Reise vom Suchfeld zu Ihrer Webseite wahrnehmen. Mit Customer Journey Mapping können Sie in die Rolle von Nutzern, Kunden und Besuchern schlüpfen und Optimierungsbedarf identifizieren.

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Dazu gehört auch, dass Sie es Besuchern leicht machen, Informationen (Impressum, Kontakt oder Datenschutzhinweise) leicht zugänglich zu machen. Hier ist oft der Standard hilfreicher als die Neuerfindung des Rades. Webseitenbesucher werden im Menü oder am Seitenende danach schauen. Daher sollten Sie sie auch dort platzieren, um die Suche zu erleichtern.

SEO hat sich in den letzten 10 Jahren rapide verändert. Es entwickelt sich immer mehr zur nutzerfreundlichen Gestaltung informativer, unterhaltsamer und relevanter Webinhalte. Redakteure und/oder Marketer können genau deshalb auch immer mehr Einfluss auf das Ranking nehmen, indem Sie gut aufbereiteten Content leicht zugänglich präsentieren.


Erfahren Sie auf unserer Informationsseite, mit welchen Tools und Methoden wir Sie im Marketing unterstützen und beraten können, damit Ihre Kunden vom ersten Kontakt an eine erfolgreiche Kundenreise erleben.

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