Hand tippt auf Handy etwas ein
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Deutsche Unternehmen wollen mehr in den Aufbau von Know-how und dem Management von Customer Analytics investieren. Einer aktuellen Studie der Hochschule für Medien Stuttgart zufolge sollen vor allem eigene Kundendaten in den Fokus rücken.

Customer Analytics bietet Optimierungsmöglichkeiten

Die von Webtrekk ausgeführte Studie hat 300 Unternehmensentscheider aus unterschiedlichen Branchen zum Thema Customer Analytics befragt. 84% der Befragten sehen in Customer Intelligence und Analytics eine Möglichkeit, die eigene Kundenzentrierung zu optimieren und wünschen sich im Ergebnis eine stärkere Kundenbindung.

Wirklich neue Erkenntnisse sind das nicht, doch wenn es darum geht, welche Kundendaten zukünftig von Interesse sind, wird es spannend. 68% der Befragten fühlen sich von den Big Playern wie etwa Amazon und Co bedroht. Kein Wunder, so haben diese Plattformen eine Masse an Kundendaten angesammelt, die für kleine, mittelständige und selbst verhältnismäßig große Unternehmen nie zu erreichen sind. Doch diese Daten sind auch gar nicht so relevant für die Unternehmen und genau das scheint sich langsam herumgesprochen zu haben. So wollen mehr Unternehmen eigene Analytics-Fähigkeiten ausbauen und vor allem das Thema “Data Ownership” auf ihre Fahnen schreiben.

Data Ownership für Unternehmen

Während der Begriff normalerweise das Recht auf die eigenen Daten beschreibt, ist im Rahmen der Webtrekk-Studie der Aufbau eigener Kundendatenbanken gemeint, die nicht von gekauften Daten von Drittanbietern angereichert werden.

Sprich, Unternehmen wollen ihre eigenen Kundendaten sammeln, pflegen und betreuen und so einerseits das Vertrauen der Kunden stärken und damit auch die Datenschutz-Grundverordnung berücksichtigen und andererseits ihre eigenen Informationen aus den individuellen Datensätzen ermitteln.

42% der Befragten sind beispielsweise der Meinung, dass Kundendaten, die selbst vom Unternehmen erhoben wurden, Wettbewerbsvorteile bieten. Obwohl hier sicher in Hinblick auf die Big Player immer auch mit hineinspielt, dass man sich einen Vorteil dadurch erhofft, dass man sich nicht in seine Karten blicken lässt, sehe ich hier einen ungemein lohnenswerten Nebeneffekt:

Klasse statt Masse: die eigenen Kunden wissen mehr

Sammelt und verwaltet man seine eigenen Kundendaten, so kann man viel eher ein Gefühl für seine eigenen Kunden bekommen. Amazons Kundendaten mögen viele allgemeine Aussagen über das Kundenverhalten treffen können, doch wertvoll sind davon vorwiegend die Best Practices und nicht die Daten selbst. Denn auf Amazon bewege ich mich als Kundin anders als auf der Online-Seite einer kleinen Boutique und auch den stationären Buchladen um die Ecke benutze ich anders als Amazon.

Selbst im Beruf habe ich andere Erwartungen an unterschiedliche Unternehmen, wenn ich als B2B-Kundin unterwegs bin. Entsprechend ist es nur sinnvoll, wenn ein Unternehmen sich vorwiegend daran orientiert, wie sich die eigenen Kunden verhalten, anstatt sich danach zu richten, wie sich andere Kunden auf anderen Plattformen verhalten (und selbst, wie sich die eigenen Kunden auf anderen Plattformen verhalten).

Fazit: Unternehmen, bleibt Euren Daten treu

Ein Fokus auf die eigenen Kunden und Kundendaten ist ein hervorragender Schritt in die richtige Richtung, wenn es um Customer Analytics geht. Angefangen bei der Datenschutz-Grundverordnung, die dadurch eindeutig besser und transparenter eingehalten werden kann bis hin zu Kundeninformationen, die sich tatsächlich auf bestehende Kunden beziehen können Unternehmen nur davon profitieren, ihre eigenen Datenbanken sowie ihr eigenes Analytics-Know-how zu stärken, anstatt sich über Drittanbieter und fremde Daten zu definieren.

Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten, Kundendaten effizient zu nutzen mit unserer Webinar-Aufzeichnung zum Thema: Predictive Customer Analytics.

 

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