Gartner stellt die Trends 2018 vor: welche Technologien werden den Markt beeinflussen?

Jedes Jahr stellt Gartner die Technologie-Trends für das kommende Jahr vor. Dabei geht es vor allem um einen Überblick darüber, welche Technologien und Trends zukünftig eine größere Rolle spielen werden oder könnten.

Im ersten Beitrag habe ich bereits die Trends Eins bis Fünf, wie etwa die künstliche Intelligenz, digitale Zwillinge und “Cloud to the Edge” vorgestellt. Heute möchte ich vor allem Themen vorstellen, die unsere gesamte Lebenswelt betreffen. Dabei habe ich mich an Gartner‘s Unterteilung in drei Schwerpunkte (intelligent, digital, vernetzt) gehalten (die Intelligenz wurde in Beitrag Eins abgedeckt). Viel Spaß beim Lesen.

Wie sehr beeinflusst die Digitalisierung Ihre Geschäftsmodelle und welche Chancen und Hürden sehen Sie im digitalen Wandel? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und erhalten Sie Ihren eigenen Benchmarking-Report, sobald wir die Ergebnisse ausgewertet haben.

Digitalisierung

  1. Conversational Platforms

“Conversational Platforms” bezeichnen Systeme, die Handlungen eigenständig umsetzen und sie somit dem Nutzer abnehmen. Ein simples Beispiel sind bereits heutzutage einfache Siri-Aktionen, die mit einer simplen Handlungsanweisung durchgeführt werden können (“Siri, buche einen Platz im Restaurant XY”).

Obwohl aktuell noch Hürden darin bestehen, diese Handlungsanweisungen dem Nutzer anzupassen und nicht umgekehrt (heutzutage muss der Nutzer oft noch klar definierte Sätze sagen, bevor es zur Handlung kommt), sieht Gartner insbesondere in der Weiterentwicklung ein hohes Potenzial.

  1. Immersive Experience

Durch das Zusammenspiel von virtuellen, augmented und gemischten Realitäten in der Technologie wird sich auch das Zusammenspiel von der digitalen mit der realen Welt ändern. Besonders in Kombination mit den Conversational Platforms wird das Nutzererlebnis immer immersiver, sprich, realistischer und eingebundener in die reale Welt. Besonders im Mix von digitalen und realen Erlebnissen sieht Gartner eine vom Nutzer getriebene Entwicklung.

Mesh (das gewobene Netzwerk)

  1. Blockchain

Wahrscheinlich wird fast jeder schon etwas von der Blockchain-Technologie gehört haben (ausführlich erläutert wird sie hier). Gartner hebt hervor, dass Blockchain zwar im finanziellen Bereich (insbesondere in Verbindung mit Bitcoin) entwickelt wurde, aber auch außerhalb dessen viele Einsatzmöglichkeiten hat. Gleichzeitig empfiehlt Gartner Unternehmen, nur dann in die Entwicklung von Blockchain zu investieren, wenn der Begriff und die Technologie klar sind und die Entwickler sich ausgezeichnet mit den Möglichkeiten und Limitierungen auskennen. Da es sich hier um ein sehr großes Buzzword in der Branche handelt, laufen Unternehmen ansonsten Gefahr, in eine Technologie zu investieren, bevor sie überhaupt den Nutzen dieser Technologie für das eigene Unternehmen definiert haben.

  1. Event-Driven

Mithilfe von künstlicher Intelligenz, dem Internet der Dinge und anderen Technologien ist es heutzutage einfacher möglich, in der Kombination von Ereignissen sogenannte “Business Events” zu identifizieren, die eine bestimmte Handlung nach sich ziehen müssen.

Gartner sieht bereits 2020 die Notwendigkeit für fast 80% aller Geschäftsmodelle, in Echtzeit derartige Events zu identifizieren und die entsprechenden Handlungsanweisungen anhand der Daten zu generieren. Sprich, die künstliche Intelligenz ist in der Lage, Richtungen für Unternehmensentscheidungen vorzugeben, je nachdem, wie die aktuelle (Daten-) Lage ausgewertet wird.

  1. Continuous Adaptive Risk and Trust

Durch die Nutzung und Implementierung immer komplexerer Tools und Anwendungen ist es zunehmend notwendiger, Risikopotenziale und Schutzmaßnahmen in Echtzeit zu analysieren. Gartner nennt dies “Continuous adaptive risk and trust assessment”, kurz, “CARTA”.

CARTA beinhaltet einerseits ständige Datenanalyse, um beispielsweise Abweichungen von der Norm zu erkennen und dadurch entstandene Risiken zu entdecken. Dies ist absolut notwendig, so Gartner, sollte jedoch spezifisch auf die größten Risiken fokussiert werden, also kontinuierlich eine Kosten/Risiko-Analyse beinhalten.

Andererseits soll die Technologie bereits in der Entwicklung geschützt und kontinuierlich optimiert werden. Somit sollen Sicherheitsrisiken, die von Individuen ausgehen (Download von Viren, schwache Passwörter) eben durch die Kosten/Risiko-Analyse eingestuft und im Idealfall bereits vom System vorgenommen werden. Der Nutzer trägt somit weniger Verantwortung und das Risiko (zahlreiche Nutzer, die potenziell schädliche Handlungen vollführen können) wird massiv minimiert.

Digitale Trends: Eile mit Weile

Wie bereits beim Thema Blockchain erwähnt, sollte jeder neue Trend vor allem im Hintergrund der eigenen Unternehmensphilosophie und der Kundenzentrierung betrachtet werden. Nur, wenn eindeutig ein Bedarf oder Mehrwert besteht, um beispielsweise Prozesse zu erleichtern oder das Kundenerlebnis zu optimieren, lohnt sich ein weiterer Blick auf die jeweiligen Trends. Zusätzlich stellt sich die Frage, wie weit die jeweilige Technologie schon ist und wie einfach sie sich auf das eigene Unternehmen anwenden lässt.

Einen Blick darauf, wie die Digitalisierung das Kundenerlebnis beeinflusst, bieten wir mit unserem Whitepaper ” Moments that Matter im Lead Management”. Dort begleiten wir Kundin Sonja auf ihrem analogen und digitalen Weg vom ersten Impuls bis zur Kaufentscheidung eines schnittigen Sportwagens.

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