Miniature figure of a man standing in a hole left by a missing puzzle piece

Know-how zum Umgang mit neuen Technologien und digitalen Kommunikationskanälen wird nicht nur in immer mehr Branchen, sondern auch in immer mehr Berufsfeldern notwendig, um bei der digitalen Transformation mitzuhalten.

Dem Beratungsunternehmen Gartner zufolge sind jedoch viele Unternehmen nicht ausreichend vorbereitet. Oft fehlen „digitale Skills“ und zwar nicht nur in Rollen, die sich spezifisch mit Technologie beschäftigen, sondern in allen Bereichen, in denen die Digitalisierung mehr Software, digitale Kanäle und neue Kundenanforderungen mit sich bringt.

Identifizierung notwendiger Skills gelingt oft nicht

Der Gartner TalentNeuron-Umfrage zufolge gehört für mehr als jedes zweite Unternehmen das Identifizieren notwendiger Tech Skills zum Hauptproblem, wenn es um die Transformation der Arbeitskräfte geht. Dadurch können sowohl Jobausschreibungen als auch interne Weiterbildungsmaßnahmen nicht klar formuliert werden.

Gartner geht davon aus, dass die gezwungene Umstellung auf digitale Kanäle durch die Corona-Pandemie die Entwicklung digitaler Transformation in Unternehmen um circa fünf Jahre beschleunigt hat. Ein zweischneidiger Nebeneffekt ist, dass Unternehmen dadurch die Notwendigkeit einer holistischen Digitalisierung erkannt haben, jedoch gleichzeitig auch realisieren, wie wenig sie darauf vorbereitet sind.

Wie Schweizer Unternehmen auf die Pandemie reagiert haben, lesen Sie übrigens hier.

Digitalisierung betrifft alle Stakeholder

58%

aller befragten Mitarbeiter der TalentNeuron-Umfrage haben seit Beginn der Pandemie eine Veränderung der erwarteten und benötigten Skills festgestellt.

Dabei, so Gartner, sind digitale Skills nicht mehr etwas, das allein in der IT oder einzelnen Unternehmensbereichen benötigt wird. In den Potenzialen der Digitalisierung allein steckt eine Optimierung aller Prozesse, sowohl kundenseitig als auch intern. Voraussetzung dieser Optimierung ist jedoch auch der richtige Umgang und Einsatz digitaler Anwendungen und Kanäle.

Ob sich nun die Rechtsabteilung mit einer Automatisierung von Verlagsdokumenten (z.B. durch digitale Unterschriften) auseinandersetzen muss, Sales auf mobile Apps für Vor-Ort-Besuche umschwenkt oder in der Produktion der Einsatz von smarten Maschinen begleitet wird – digitales Know-how betrifft alle Stakeholder in einem Unternehmen, das sich transformieren möchte.

Dazu gehört auch die Führungsriege, selbst wenn diese operativ vielleicht nicht immer so in den Prozessen eingebunden ist. Gerade, weil das Management die Unternehmensstrategie bestimmt, die wiederum die Ausrichtung aller Prozesse vorgibt, muss das Management-Know-how um die notwendigen digitalen Hebel ganz besonders verankert sein.

„Die Führungskräfte, die bereits der digitalen Transformation hinterherhinken, sind oft dieselben, auf die sich Unternehmen verlassen, um Stellen zu formulieren und zukunftsgerichtete Strategien zu entwickeln, um den Wandel zu meistern.“ (Scott Engler, ‚Lack of Skills Threatens Digital Transformation‘)

Digitalisierung muss individuell fürs Unternehmen gedacht werden

Das fehlende Know-how ist also nicht nur ein Problem der Mitarbeiter bzw. der fehlenden „Talents“. Das Problem steckt bereits in der Unternehmensstrategie. So muss klar sein, wie und wovon ein Unternehmen bei der digitalen Transformationen überhaupt profitieren kann.

Sollen Kundenprozesse umstrukturiert, die interne Produktivität gefördert, Prozesse automatisiert, Daten analysiert und/oder neue digitale Services entwickelt werden?

Jedes Unternehmen muss für sich identifizieren, welche digitalen Projekte für das Geschäft und dessen Stakeholder Sinn ergeben. Ist klar, wohin das Unternehmen mit der digitalen Transformation will, so ist es viel einfacher, die richtigen Bewerber anzusprechen bzw. auch intern Weiterbildungsmaßnahmen anzustoßen.

Lesen Sie hier, warum eine Strategie notwendig für die konkrete Planung Ihrer Geschäftsprozesse ist.

Skills agiler einsetzen und kombinieren

Gartner hebt hervor, dass Unternehmen insgesamt agiler werden müssen, wenn es um die Gestaltung von Skills, Rollen und Verantwortungen geht. Dabei müssen beispielsweise Rollen und Projekte auf Fähigkeiten heruntergebrochen werden, um zu identifizieren, was genau für ein Projekt gebraucht wird. Damit kann viel einfacher ein Team zusammengestellt werden. Fehlende Fähigkeiten werden gleichzeitig früh erkannt. Diese können dann durch verschiedene Mittel und je nach Bedürfnis/Dringlichkeit ergänzt werden:

  • Kooperation/Synergien mit Kollegen aus anderen Teams, die die fehlenden Skills haben
  • Weiterbildungen & Trainings
  • Neueinstellungen
  • Freelancer
  • Nearshore Services
  • Crowdsourcing
  • etc.

Besonders das Umdenken und Umgestalten von Rollen sollte dabei so geplant werden, dass Mitarbeiter Teil der Entwicklung werden. Es geht nicht darum, bestehende Teams durch neue Experten zu ersetzen, sondern Fähigkeiten in den bestehenden Teams zu entwickeln. Dazu gehört auch, dass Mitarbeiter im Entscheidungsprozess involviert sind und daher mitentscheiden können, in welchen Bereichen sie sich entwickeln wollen.

Ein paar spannende Ansätze, wie Führungskräfte den Wandel für ihre Mitarbeiter gestalten können und sollten, können Sie übrigens hier im Interview mit unserem CSO Mario Pufahl nachlesen.


Erfahren Sie auf unserer Infoseite, wie Sie fehlendes digitales Know-how mit unseren Nearshore-Services ergänzen können, um mittel- oder langfristig einen starken DevOps-Shop aufzubauen.

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