Wettrennen Startlinie

Durch die Corona-Krise hat sich die Verlagerung vieler Märkte ins Digitale rasant beschleunigt. Für Unternehmen ergibt sich dadurch ein Zugzwang.

Corona hat die Wirtschaft in den letzten Monaten auf den Kopf gestellt und wird dies voraussichtlich auch noch für lange Zeit tun. Gartner geht bereits davon aus, dass die Pandemie die digitale Transformation um circa fünf Jahre beschleunigt hat und ist damit nicht alleine. Auch bei Google schreibt man:

„Erstaunlich ist allerdings, wie schnell sich alle auf die neue Situation eingestellt haben und wie viele verschiedene Online-Dienste inzwischen angeboten und verwendet werden.“

(Janusz Moneta, Lucy Sinclair „Corona hat den digitalen Wandel beschleunigt. Jetzt ist es an der Zeit, ihn zu gestalten“, 2020)

Kurzum: der digitale Wandel muss für viele Branchen schneller erfolgen als vielleicht noch Anfang 2020 geplant, denn sowohl das veränderte Kundenverhalten als auch der Schutz der eigenen Mitarbeiter sorgt für ein „New Normal“.

Was hat sich durch Corona verändert?

  • Viele MitarbeiterInnen, die am Computer arbeiten, müssen ihre Arbeit ins Home Office verlegen, die Zusammenarbeit wird dezentraler.
  • KundInnen haben schnell auf digitale Dienste gewechselt und zwar nicht nur beim (Online) Shoppen, sondern auch im Bereich Serviceleistungen.
  • Lieferketten sind derzeit strapaziert, da der Luftverkehr eingeschränkt ist und daher insbesondere der globale Handel „stockt“.
  • Regelungen zum Sicherheitsabstand sorgen dafür, dass weniger Menschen beispielsweise in der Produktion in einem Raum arbeiten können, was wiederum die Produktivität einschränkt.
  • Durch Kurzarbeit haben sich diverse Prozesse in Deutschland verlangsamt.
  • Reisen wurden und werden reduziert und finden vorwiegend in regionaler Nähe statt (teilweise freiwillig, teilweise bedingt durch staatliche Auflagen).
  • Nicht zu unterschätzen ist auch der kulturelle Wandel – KundInnen wie auch MitarbeiterInnnen wollen Transparenz und soziale Verantwortung von Unternehmen sehen und erleben. Dabei sollten inspirierenden Botschaften auch inspirierende Taten folgen.

Was bedeutet der Wandel für Unternehmen?

Unternehmen müssen sich an die neuen Bedingungen anpassen und zwar schnell. Eine agile Vorgehensweise ist dabei unbedingt geraten, um flexibel zu sein und auf Ergebnisse hin zu arbeiten. Dabei muss identifiziert werden, was genau angepasst/geändert werden muss, um auf die veränderten Umstände einzugehen.

Das bedeutet, sich genau anzuschauen, wo durch die Verlagerung von Aktivitäten aufs Digitale für MitarbeiterInnen und KundInnen Pain Points entstehen bzw. Optimierungsbedarf aufkommt.

Kanäle

KundInnenseitig – gibt es genügend (digitale) Kanäle, über die KundInnen Kontakt aufnehmen können und sind diese auch so aufgesetzt, dass sie den KundInnenanforderungen gerecht werden? Sind die Kanäle einfach zu finden?

Intern – haben MitarbeiterInnen, Partner und Dienstleister ausreichend und effiziente Kommunikationskanäle zur Verfügung, um auch im Home Office produktiv zu arbeiten?

Software & Plattformen

KundInnenseitig – sind die neuen digitalen Kanäle ausreichend verknüpft, um beispielsweise Daten zum KundInnenverhalten zu sammeln und zu verwenden, Prozesse zu verarbeiten und dadurch kanalübergreifend positive Erlebnisse zu generieren (z.B. Shop-Systeme, Marketing Automation, etc.)?

Intern – Stehen MitarbeiterInnen, Partnern und Dienstleistern die richtigen Tools zur Verfügung, um Remote zu arbeiten, Daten dezentral zu lagern und zu verarbeiten und transparent zu kommunizieren? Werden dabei auch alle Compliance- und Datenschutzanforderungen eingehalten?

Prozesse & Workflows

KundInnenseitig – Sind die digitalen Prozesse leicht verständlich, schnell und einfach? Passen Sie zum restlichen Auftritt des Unternehmens? Erfüllen Sie außerdem den Need der KundInnen?

Intern – Decken die digitalen Prozesse und Workflows alle Bedürfnisse der MitarbeiterInnen bzw. Partner und Dienstleister ab? Können sie zusätzlich durch Automatisierung optimiert werden? Sind alle NutzerInnen ausreichend trainiert und haben die Möglichkeit, sich einzuarbeiten? Sind Taxonomien standardisiert, so dass es nicht zu Verwirrungen kommt?


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Dem Wandel Need-basiert begegnen

Gerade, wenn es darum geht, sich schnell auf Veränderungen einzulassen, kann es zu Aktionismus kommen. Nicht selten werden Investitionen getätigt und Projekte aufgesetzt, die zwar „Nice to Have“ sind, aber in dem Moment nicht die dringendsten Bedürfnisse des Unternehmens, der MitarbeiterInnen und der KundInnen decken. Daher ist es wichtig, sich im ersten Schritt auf die wesentlichsten Bedürfnisse zu konzentrieren und Prioritäten festzulegen:

  • Was kann schnell und ohne großen Aufwand für schnelle Gewinne umgesetzt werden (Quick Wins)?
  • Was ist unbedingt notwendig und muss umgesetzt werden, um das Fortbestehen des Unternehmens zu sichern (z.B. geeignete Plattformen/Anwendungen für die Arbeit im Home Office)?
  • Welche Projekte können langfristig enorme Gewinne einbringen, sind jedoch kosten/ressourcenaufwändig und sollten daher gut geplant sein?
  • Was wäre „nice to have“, aber muss hintenangestellt werden, da es zu kosten/ressourcenintensiv ist bzw. kein Erfolgsgarant ist?

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