Miniatur Einkaufswagen & Pakete auf einem Laptop

Obwohl die Österreicher gerne online einkaufen, tun sie dies häufiger bei internationalen Anbietern. Was kann der österreichische Online-Handel tun?

Auf einen Blick: Österreicher Kunden kaufen gerne online ein, sind dabei jedoch selten lokaltreu. Mehr Fokus auf Best Practices im E-Commerce kann österreichischen Anbietern helfen.

Der „E-Commerce-Studie Österreich 2019“ des Handelsverbands zufolge ist der Distanzhandel (Versandhandel & Onlinehandel) von 2018 auf 2019 um 2% angestiegen. Insbesondere übers Smartphone kaufen mittlerweile 11% mehr Kunden als noch im Vorjahr ein. Das Executive Summary können Sie übrigens hier als PDF herunterladen.

Wie und was kaufen Österreicher online ein?

Mehr als jeder vierte Konsument kauft via Smartphone im Online-Handel ein. Mehr als zwei Drittel aller österreichischen Konsumenten kaufen im Versand- oder Internet-Einzelhandel ein und gaben dabei mehr als acht Milliarden Euro aus. Ausgaben über das Smartphone sind im letzten Jahr sogar um 25% angestiegen.

Mit durchschnittlich 1600€ Ausgaben pro Konsument sind besonders Kleidungsstücke, Elektrogeräte, Spielzeug, Sportartikel und Bücher sowie Zeitschriften attraktiv im Distanzhandel.

Österreicher kaufen gerne international

Trotz des wachsenden Interesses am Distanzhandels profitiert der österreichische Online-Markt nur bedingt von den guten Zahlen. 56% aller Ausgaben werden bei ausländischen Anbietern getätigt. Einer dpd-Umfrage unter Verbrauchern zufolge haben 70% aller Österreicher bereits bei internationalen Händlern eingekauft (dpd, 2018, PDF). Im europäischen Vergleich sind es 52% (dpd, 2018, PDF).

Was österreichische Konsumenten von Ihrem Shopping-Erlebnis im Internet erwarten, hat dpd zusammengefasst. Die Mehrzahl aller Österreicher zahlt bevorzugt per Rechnung (43%), und erst mit Abstand mit Kreditkarte oder Banküberweisung. Konkrete Ergebnisse zu Online-Bezahlmitteln wie ApplePay oder PayPal gibt die Studie leider nicht her.

Besondere Kaufanreize sind dpd zufolge: 

  • Transparenz über Lieferkosten
  • Schnellversand
  • Konkrete Informationen zur Zustellungszeit

Laptop, PC und Smartphone gehören zu den Geräten, mit denen österreichische Kunden vorwiegend recherchieren und einkaufen. Dem Handelsverband zufolge nutzen insbesondere junge Konsumenten das Smartphone. Auch die Nutzung von Sprachassistenten hat sich bei den Käufern im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Von insgesamt ca. 450.000 Voice Search-Nutzern haben zwar „nur“ knapp 7% auch etwas über Amazon Echo, Google Home und Co gekauft, doch die Tendenz ist steigend.

Ein nicht uninteressantes Detail der dpd-Studie dürfte außerdem sein, dass es in Österreich zwar weniger „Heavy Buyers“ gibt als in anderen europäischen Ländern, die jedoch 83% der gesamten Online-Käufe tätigen.

Heavy Buyers: Einkäufer, die besonders viel online bestellen und somit auch insgesamt den größten Umsatz ausmachen.

Handlungshinweise für österreichische Online-Anbieter:

  • Geben Sie frühzeitig Lieferkosten mit an.
  • Optimieren Sie die Lieferungsangebote und Lieferinformationen für Ihre Kunden.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Webauftritt für das Smartphone optimiert ist.
  • Nutzen Sie insbesondere bei jungen Zielgruppen Social Media-Kanäle wie Instagram, um Werbung zu schalten und Ihren Shop zu featuren.
  • Bieten Sie relevante, attraktive Kundenreisen für Ihre „Heavy Buyer“ an.
  • Optimieren Sie Ihre Webseite auf Voice Search.
  • Sorgen Sie für einen reibungslosen Check-Out.

Wie nehmen Ihre Kunden den Online-Einkauf wahr? Lesen Sie in unserem Whitepaper, wie Sie mit Customer Journey Mapping die Kundensicht einnehmen und erfolgreiche Kundenerlebnisse gestalten können.

 

 

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