Müssen externe Links draußen bleiben?

Wer einen Unternehmensblog schreibt, scheut sich oftmals davor, externe Links zu verwenden, aus Angst, von Google abgestraft zu werden. Doch ist die Angst berechtigt oder haben Link-Empfehlungen nicht doch ein paar aussagekräftige Vorteile?

 Externe Links sind keine Ranking-Risiken

Michael Martinez von „SEO Theory“ schrieb bereits 2013, dass sich die Leute nicht so viele Gedanken um externe Verlinkungen machen sollten. Man solle nicht derartig angstgetrieben abzählen, wie viele interne und externe Links man hat, dass man jegliche externen Links hinter „re-nofollow“-Codes versteckt und sie damit den Suchmaschinen vorenthält. Zwar straft Google dieses Verhalten nicht ab, aber warum sollte die Seite, zu der verlinkt wird, nicht von Google entdeckt werden? Sie empfehlen doch in dem Moment, wo Sie diese Seite verlinken, deren Inhalt (und auch den bezahlten Backlinks schadet es nicht, wenn die unbezahlten Links von Google durchsucht werden).

Gute Verlinkungen müssen Kontext haben

Wichtig ist: ob interne oder externe Links – sie müssen Sinn ergeben. Achten Sie auf den Linktext (also der Text, der verlinkt wird) und darauf, dass der Leser dadurch klar weiß, was auf ihn zukommt, wenn er ihn klickt. Gerade hier ist das mittlerweile nicht mehr ganz so populäre AutoLinking desaströs für den Leser. Denn die Bots, die bestimmte Keywords in einem Text identifizieren und verlinken, sind leider nicht so intelligent, dass sie auch den Kontext des Textes mit einbeziehen. So kann es schnell passieren, dass ein Beitrag über Finanz-Software über den Linktext „Geld“ auf eine Casino-Seite verlinkt – der Leser wird sich wohl wenig darüber freuen und im schlimmsten Fall jeglichen Link im Beitrag meiden.

Wenn Sie also sinnvolle interne und externe Links haben – linken Sie und denken Sie nicht darüber nach, wie Google darauf reagiert. Lediglich die Anzahl der Links sollte in Maßen gehalten werden, denn abgesehen davon, dass es bei zu vielen Links passieren kann, dass Google nicht alle indexiert, reagieren Leser eher allergisch auf Beiträge, in denen jedes Wort durch einen anderen Link unterstrichen wurde (ähnliches gilt übrigens für doppelte Links in einem Text). Wertvolle Tipps finden Sie hier.

Im nächsten Teil unserer Content-Reihe stelle ich die große Frage: sind SEO-Texte wirklich nur für Google?

In der Zwischenzeit sollten Sie sicherstellen, dass Sie über Themen wie Article Spinning und die Verwendung von Keywords bestens Bescheid wissen.

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2 Kommentare
  1. Ralf
    Ralf sagte:

    Hallo Julian. Auch John Müller hat schon (mehr oder weniger) bestätigt, dass externe Links kein direkter Rankingfaktor sind. Indirekt aber womöglich schon ;o). Konkret wie immer ;o) Was ich aber jetzt gar nicht verstanden haben, war der Passus

    (und auch den bezahlten Backlinks schadet es nicht, wenn die unbezahlten Links von Google durchsucht werden).

    Can you help?

    Antworten
    • JulianeWaack
      JulianeWaack sagte:

      Hallo Ralf, sorry, für die sehr verspätete Antwort, das Kommentar ist wohl etwas untergetaucht. Ich bin bei dem Satz von der sogenannten guten Nachbarschaft ausgegangen. Ein einziger bezahlter externer Link mit leicht dubioser Quelle gibt Google sicher mehr Grund, die Augenbrauen argwöhnisch zu heben, als wenn er einer unter einer Reihe ansonsten qualitativ hochwertiger externer Links ist. Es fällt halt auf, wenn man ansonsten nie externe Links setzt. Das wäre so, als wäre „Wo ist Walter“ alleine in der Wüste – untertauchen kann er da schlecht.

      Antworten

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