Outbound Marketing: was bringt es, Marketing-Botschaften einfach hinaus zu rufen?

Auf unserer Lead Management-Reise haben wir mittlerweile nach dem Lead Management Blueprint und dem Datenmanagement die dritte Stufe erreicht, die Lead Generierung, eine der entscheidendsten Aufgabe des Marketings. Doch wie geht man nun am besten vor? Wie erreicht man die richtige Zielgruppe und bringt sie dazu mit seinem Unternehmen in Kontakt zu treten?

Hier sind die Ansichten teilweise sehr divergierend. Während die einen immer noch auf klassisches Outbound Marketing schwören, haben die anderen, mich eingeschlossen, ein verändertes Kaufverhalten, und damit die Wichtigkeit von Inbound Marketing, bemerkt.

Was ist Outbound Marketing?

Zu Outbound Marketing zählen alle konventionellen Methoden, die ein Unternehmen zur Lead Gewinnung unternimmt- sprich klassische Werbung. Diese Art der Werbung ist geprägt von Kampagnen, die unaufgefordert und ohne Bezug das Unternehmen und seine Produkte bewerben. Der Versand eines monatlichen Newsletters ist dafür ein schönes Beispiel. Er kommt zwar (meistens) regelmäßig, aber ungefragt und nimmt auf den Anbieter Bezug – aber nicht den Empfänger. Dass damit viele Kontakte in der Datenbank ohne Not belästigt werden und sich von der Kommunikation abwenden (häufig durch einfaches Löschen der Email oder Markierung als SPAM), ist bei den meisten Unternehmen noch nicht angekommen.

Was ist Inbound Marketing?

Inbound Marketing hingegen ist eine Marketingmethode, bei der man versucht durch nutzwertige und relevante Inhalte Aufmerksamkeit an den unterschiedlichsten Stellen Interesse zu wecken (wie z.B. durch Blogbeiträge, Fachportale, Fachartikel, etc.), damit Interessenten von sich aus mit dem jeweiligen Unternehmen in Verbindung treten.

Das Kaufverhalten hat sich verändert. Interessenten informieren sich zunächst online über Produkte und Dienstleistungen, bevor sie mit einem Unternehmen in Kontakt treten. Sie entscheiden abhängig von den Erfahrungen anderer User, wollen kommentieren und interagieren. Dazu bietet das Outbound Marketing im Gegensatz zum Inbound Marketing wenig Möglichkeiten. Dank Inbound Marketing können sich die potentiellen Kunden genau jene Inhalte suchen, die für sie hilfreich sind und werden nicht von nerviger Werbung abgeschreckt.

Outbound vs. Inbound: Der konkrete Vergleich

Inbound Marketing

 

Outbound Marketing

Blogs, SEO, Whitepaper, Webinare, Videos, Social Media Kanäle, Foren, Homepages, E-Mails

Ressourcen und Kanäle

Events, Messen, Print-Anzeigen, Print Mailings, Flyer, Broschüren

Erreicht den Interessenten dann, wann er es möchte, abhängig von seinen Bedürfnissen.

Kommunikationsmethode

Erreicht den Interessenten unabhängig von seinen Bedürfnissen.

Das Verfassen von Kommentaren und Fragen etc. ermöglicht einen Dialog zwischen Interessenten und Unternehmen.

Interaktionsmöglichkeiten

On-Way Kommunikation von Seiten der Unternehmen. Wenig Interaktion möglich.

Das Aufziehen einer aussagekräftigen Webpräsenz erfordert zwar Zeit und Planung, ist dafür aber sehr langlebig.

Arbeitsaufwand

Outbound Marketing Mittel müssen ständig aktualisiert und neu erstellt werden, das erfordert wesentlich mehr Arbeitsaufwand.

14.6% Abschlussrate bei SEO Leads

Effizienz
Quelle: HubSpot

1.7% Abschlussrate bei Outbound Leads

Blogs, Social Media und SEO sind sehr günstige Marketingkanäle. Dennoch fallen Kosten für Content- Erstellung, Userkosten oder ähnliches an.  Diese sind aber weitaus geringer als die Kosten für Outbound Marketing.

Kosten

Relativ teuer, aufgrund von Druckkosten, Teilnahmegebühren etc., die zusätzlich zu den Planungsaufwänden gerechnet werden müssen. Ohne Budget, kein Outbound Marketing.

Fazit: Inbound Marketing liegt vorn

Die Gegenüberstellung hat gezeigt, dass die Vorteile des Inbound Marketings nicht zu übersehen sind. Das heißt natürlich nicht, dass Sie vollkommen auf Outbound Marketing verzichten sollten, denn auch auf Messen und Events können Sie natürlich Leads generieren- nur in der Regel weitaus weniger und weniger qualifiziertere. Dennoch werden Interessenten auch dort auf Ihr Unternehmen aufmerksam und informieren sich beispielsweise daraufhin im World Wide Web. Daher sollten Sie Ihre Outbound- und Inbound- Aktivitäten aufeinander abstimmen. Ich empfehle jedoch aus eigener Erfahrung den Fokus auf Inbound Marketing zu legen.

Was sind Ihre Erfahrungen und Ansichten zum Thema Outbound und Inbound Marketing? Wer macht in Ihrem Unternehmen das Rennen? Gerne können Sie die Kommentarfunktion dieses Blogs nutzen. Ich bin gespannt auf Ihre Meinung und freue mich über Rückmeldung.

Der nächste Halt der Lead Management Reise ist die Lead Qualifizierung. Erfahren Sie in meinem nächsten Post am 25.06.2013 mehr zum Thema Personas. Nutzen Sie auch die Funktion der E-Mail Benachrichtigung oder des RSS- Feeds, um sofort über einen neuen Artikel informiert zu werden.

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