Die guten Vorsätze können zerbrechlich sein

Zum Ende des Jahres hin zieht man gerne sein Resümee und überlegt sich, was man im neuen Jahr besser machen kann. Das gilt nicht nur privat, sondern auch beruflich. Doch wie wertvoll sind die guten Vorsätze wirklich und was kann man tun, um sie auch einzuhalten?

So überleben Ihre guten Vorsätze den Januar

Einer Studie zufolge werden mehr als 90% aller guten Vorsätze nicht zufriedenstellend eingehalten und für gewöhnlich bereits im Februar aufgegeben (Quelle: statistic brain). Dennoch lässt sich mehr als jeder Dritte dazu hinreißen, im Januar mit Blick auf das neue Jahr private oder berufliche Vorsätze zu planen.

Und was soll schon schlecht daran sein, Problempunkte zu identifizieren und daran arbeiten zu wollen? Damit also keine Resignation einsetzt, weil ab Februar nur noch das schlechte Gewissen drückt, möchte ich Ihnen heute ein paar Best Practices mitgeben, die Ihnen bei Ihren beruflichen wie privaten Vorsätzen helfen können.

Übrigens sind folgende Best Practices auch hilfreich bei eigentlich jedem Vorhaben und lassen sich daher beispielsweise auch auf Projekte und Aufgaben anwenden.

  1. Ziele in realistische Etappen aufteilen

Etwas völlig Neues beginnen oder eine Angewohnheit komplett aufgeben ist keine einfache Sache. Entsprechend sollten Sie sich vor dem großen Ziel lieber überlegen, wie man dieses große Ziel in machbare Etappen aufteilen kann.

Dies lässt sich am besten mit einer Strategie bewerkstelligen. Will ich beispielsweise mehr Leser für meinen Blog gewinnen, kann ich das Ziel dadurch greifbarer machen, indem ich mir Strategien überlege, mit denen das möglich ist. Wollen Sie eine Sprache lernen, können Sie sich beispielsweise vornehmen, im Januar 50 Vokabeln zu lernen, im Februar 10 einfache Sätze, usw.

  1. Einhalten der Vorsätze dokumentieren und mit Benchmarks vergleichen

Sie wollen Gewicht verlieren oder mit dem Joggen anfangen? Dann hilft es, wenn Sie die Entwicklung und Ihren Fortschritt dokumentieren, inklusive der Schritte, die Sie dafür unternommen haben.

Damit Sie jedoch nicht bei der kleinsten Hürde den Mut verlieren, empfehle ich, sich bereits im Vorfeld darüber zu informieren, was realistische Ziele für Sie sind.

Sitze ich an meinem Blog und tue mein Bestes und die Blog-Reichweite steigt dennoch nicht so sehr an, wie ich es mir erhofft habe, muss es nicht an mir liegen, sondern kann auch daran liegen, dass ich beispielsweise mein Ziel zu hoch angesetzt habe. Benchmarks helfen mir da beim Vergleich.

  1. Vorsätze sukzessive anpassen

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass Sie doch weniger Zeit haben oder es physisch zu aufreibend ist, Ihr Vorhaben einzuhalten. Passen Sie Ihren Vorsatz Ihrem Alltag an, so dass es auch weiterhin motiviert, inspiriert und vielleicht sogar Spaß macht, ihn zu verfolgen, anstatt das sprichwörtliche Handtuch zu schmeißen.

Auch beruflich ist das übrigens eine gesunde Strategie, denn unrealistische Ziele krampfhaft zu verfolgen endet oft in eher verzweifelten Maßnahmen, die viel kosten, aber wenig einbringen.

  1. Ziele langsam angehen und dann intensivieren

Sie wollen einen Marathon laufen? Dann versuchen Sie bitte nicht, am 2. Januar bei 0 Grad Außentemperatur 42 Kilometer abzulaufen. Stattdessen beginnen Sie langsam und steigern Ihre Leistung schrittweise und zwar so, dass Sie nicht nach jedem Lauf erschöpft zusammenbrechen.

Für mein Blog-Ziel würde das beispielsweise bedeuten, dass ich nicht im Januar einen Berg Beiträge schreibe, um sie alle in derselben Woche zu veröffentlichen, sondern mir eher einen längerfristigen Themenplan überlege und mit einer zuverlässigen, regelmäßigen Frequenz Beiträge poste.

  1. Last but not least: Lieber einen Vorsatz durchhalten als viele brechen

Wenn zu viele Köche den Brei verderben, dann verderben zu viele Vorsätze den Erfolg. Wenn Sie eine Sprache lernen wollen, müssen Sie sich nicht gleichzeitig auf Ihren Marathon vorbereiten und das Haus neu streichen.

Auch für berufliche Ziele sollte es für Arbeitnehmer wie Vorgesetzte klar sein, dass ein Berg an Zielen eher dafür sorgt, dass der Mitarbeiter seine Energie nie vollständig investieren kann, was am Ende allen Zielen schadet. Priorisieren Sie und legen Sie sich lieber auf einen wichtigen Vorsatz fest, der dadurch mit “Gusto” erfüllt werden kann.

Lust auf gute Vorsätze? Laden Sie die vier Best Practices als Infografik (PDF) herunter und teilen Sie sie mit Freunden, Kollegen oder drucken Sie sie als motivierendes Poster für Ihren Schreibtisch aus.

Ich wünsche Ihnen frohe Feiertage und einen guten Rutsch und viel Erfolg im neuen Jahr!

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