Ein halbvolles Glas mit schiefer Wasseroberflaeche

In einer aktuellen Umfrage von DXC Technology wurden 500 Manager aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Einsatz von künstlicher Intelligenz befragt. Aktuell nutzen weniger als 50% KI-Technologien zur Prozessoptimierung.

49% aller befragten deutschen Unternehmen haben bereits künstliche Intelligence (KI) im Einsatz, während Schweizer (46%) und Österreicher (42%) Unternehmen ein wenig hinterherhinken. Doch Grund zur Sorge ist das nicht, denn für die nächsten zwei Jahre plant die Mehrheit aller Unternehmen im DACH-Raum, KI-Technologien in unterschiedlichen Unternehmensbereichen einzusetzen.   

KI im DACH-Raum: Unterschiedliche Prioritäten

Wenn es um die vier wichtigsten KI-Themen geht, die in den Unternehmen aktuell und in den nächsten zwei Jahren eine große Rolle spielen werden.

Deutschland

  • Unterstützung von Mitarbeitern (82%)
  • Neue Angebote entwickeln (Produkte/ Dienstleistungen) (77%)
  • Prozessautomatisierung (77%)
  • Kundenservice proaktiv möglich machen (76%)

(Quelle: DXC Technology)

Österreich

  • Prozessautomatisierung (88%)
  • Unterstützung von Mitarbeitern (77%)
  • Vertrieb mit besseren Kundendaten versorgen (76%)
  • Predictive Maintenance (auf Wahrscheinlichkeiten basierende Wartungsarbeiten) (72%)

(Quelle: DXC Technology)

Schweiz

  • Prozessautomatisierung (78%)
  • Unterstützung von Mitarbeitern (78%)
  • Predictive Maintenance (76%)
  • Neue Angebote entwickeln (74%)

(Quelle: DXC Technology)

Deutschland: Proaktiver Kundenservice

Während Prozessautomatisierung und die Unterstützung von Mitarbeitern im gesamten DACH-Raum hoch priorisiert werden, sind besonders die Themen interessant, die nicht übergreifend genannt werden. So konzentrieren sich deutsche Unternehmen alleinig auch auf KI-gesteuerten Kundenservice. Pro-aktiv würde dies bedeuten, dass auf Basis vom Kundenverhalten Prognosen erstellt werden, wann ein Service-Bedarf besteht, um diesem dann zuvorzukommen. Dadurch kann ein potenziell negatives Kundenerlebnis verhindert werden.

Österreich: Datenoptimierung für den Vertrieb

In Österreich ist derweil das Vertriebsthema alleinig unter den Top 4-Themen. Da seit jeher eines der größten Probleme im Vertrieb die Identifizierung und Qualifizierung von Leads ist, kann KI hier enorm effizient eingesetzt werden, um neue Leads mit bereits konvertierten Kunden zu vergleichen und darauf basierend die Leads zu identifizieren, die mit höherer Wahrscheinlichkeit positiv auf Angebote reagieren. Methoden wie das Predictive Lead Scoring (mehr dazu lesen Sie hier) können außerdem dynamisch die Qualifizierung von Leads nach dem tatsächlichen Lead- und Kundenverhalten anpassen. Es gelten also keine einmalig festgelegten Kriterien und Wertungen, vielmehr werden diese nach dem tatsächlichen Erfolg/Nicht-Erfolg angepasst.

Schweiz: Strategische Ausrichtung noch nicht abgeschlossen?

Interessant an den Schweizer Ergebnissen ist derweil, dass keines der Top 4-Themen über 80% der befragten Unternehmen interessiert (im Gegensatz zu Österreich und Deutschland). Eine Deutungsmöglichkeit wäre dahingehend, dass Schweizer Unternehmen noch eher in der Entscheidungsphase sind, wofür genau sie KI einsetzen wollen und daher noch keine klaren Favoriten haben (wobei sich das natürlich auch nur an wenigen Prozenten bemerkbar macht). Diese These kann auch dadurch bekräftigt werden, dass keines der Top 4-Themen für mehr als 30% der befragten Unternehmen „sehr wichtig“ ist.

Fazit: KI geht alle an

Der größte Unterschied bezüglich der KI-Pläne liegt weniger in den geplanten Projekten als vielmehr in den bereits umgesetzten Projekten. Sowohl die Schweiz als auch insbesondere Österreich stehen hier den deutschen Unternehmen noch etwas nach. In der Planung der kommenden Jahre zeigt sich jedoch, dass diese „Kluft“ zeitnah aufgeholt werden soll. Ob dies auch gelingt, wird sich dann ja spätestens 2021 zeigen.

Die ec4u hilft Ihnen gerne dabei, KI-Methoden einzusetzen, um Marketing, Vertrieb und Service zu optimieren und Kundenerlebnisse persönlicher und erfolgreicher zu gestalten. 

Print Friendly, PDF & Email
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.