Strategie Symbolbild

Wer ein Ziel hat, kann besser planen. Doch viele Führungskräfte sind nicht in der Lage, die Unternehmensstrategie so an Mitarbeiter zu kommunizieren, dass diese auch handlungsfähig sind.

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ heißt ein berühmtes Zitat des Sprachwissenschaftlers Paul Watzlawik. Gleichzeitig kann man sehr wohl zu wenig kommunizieren. Einer aktuellen Studie von Gartner zufolge sind viele Manager und unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage, die Unternehmensstrategie ausreichend an Angestellte zu kommunizieren. Dabei können Angestellte ihrer eigenen Arbeit sehr viel produktiver nachgehen, wenn sie ihre persönlichen Ziele mit der allgemeinen Strategie vereinheitlichen können.

Woran liegt es?

Oft werden Manager selbst von der Unternehmensführung nicht ausreichend gebrieft, um aus strategischen Entscheidungen reale Veränderungen für Mitarbeiter zu schließen. Dadurch wird zwar die übergeordnete Strategie weitergegeben, nicht aber, was das für die jeweiligen Teams und Mitarbeiter bedeutet. Verändern sich Prozesse, gibt es neue Verantwortlichkeiten oder bleibt alles beim Alten?

Dieser Mangel an Kontext erfolgt übrigens nicht aus dem Versuch heraus, Angestellte nicht ausreichend zu informieren. Viel mehr wird angenommen, dass konzentrierte Information es dem Management einfacher macht, diese weiterzugeben. Doch die Unternehmensstrategie sieht in der Praxis anders für jedes Team bzw. jeden Unternehmensbereich aus. Für die einen mag sich nicht viel ändern, andere müssen sich technologisch weiterentwickeln, wiederum andere brauchen neue Prozesse.

Um diese Schlüsse ziehen zu können und aktiv auf die Unternehmensziele hin zu planen, muss die Strategie also zielgruppengerecht aufgearbeitet und erläutert werden. Dazu brauchen Manager die geeigneten Details und Methodenkenntnisse, um gegebenenfalls selbst Handlungsfelder zu identifizieren und Roadmaps zu erstellen.

Manager brauchen zur erfolgreichen Strategievermittlung:

  1. Genügend Informationen zur Unternehmensstrategie, um individuell auf Angestellte zuzugehen und die sich daraus ergebenden Ziele und Veränderungen zu kommunizieren.
  2. Konkrete Handlungsfelder für Mitarbeiter anstatt nur das „große Ganze“.
  3. Die richtigen Tools und Methoden, um selbst bzw. gemeinsam im Team die entscheidenden Schlüsse aus den Veränderungen zu ziehen.

Beispiel Ein Unternehmen will sich zukünftig kundenzentriert ausrichten. Als allgemeine Strategie ist das zwar im ersten Schritt ausreichend, im zweiten Schritt müssen Teamleiter und -Manager jedoch wissen:

  • wer davon betroffen ist
  • wie die Mitarbeiter dadurch betroffen werden
  • welche prozessualen Änderungen sich dadurch ergeben (müssen)
  • wie sich die Aufgaben und Verantwortungen dadurch verändern
  • ob neue Technologie implementiert wird
  • usw.

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