Popup Marketing Grafik

Es gibt wenig Dinge auf der Kundenreise, die so sehr Aufschluss darüber geben, wie gut oder weniger gut ein Unternehmen seine Kunden bzw. deren Bedürfnisse kennt als das Pop-up. Warum das so ist und was es über Ihr Unternehmen aussagt, lesen Sie hier.

Ein paar Infos zu Pop-ups:

Ein Pop-up ist ein klickbares Fenster, das sich auf einer Webseite öffnet und quasi über dem regulären Seiteninhalt liegt. Im Marketing-Bereich dient das Pop-up meistens dazu, entweder interne Inhalte anzubieten (oft Newsletter, Downloads oder Event-Registrierungen) oder externe Werbung zu schalten (als klickbare Anzeige).

Die durchschnittliche Klickrate für ein Pop-up liegt dem Marketing-Unternehmen Sumo zufolge bei 3 % und für Top Performer bei ca. 10 %. Das klingt erst einmal überschaubar, aber bei 10000 Seiten-Views sind das immerhin 300 neue Leads. Eine Seite, die viel Traffic hat, kann also sehr wohl Pop-ups zur Leadgenerierung nutzen. Doch nicht jedes Pop-up ist gleich erfolgreich, insbesondere dann nicht, wenn es die Kundenreise stört, anstatt sie zu bereichern.

Instant Pop-up: Hindernis auf der Kundenreise

Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine Information. Sie gehen zu Google, geben Ihre Frage ein und erhalten ein Sucherergebnis, dass passend erscheint. Sie klicken auf den Link und noch bevor Sie den ersten Satz lesen können, erscheint ein Pop-up, das Sie auffordert, sich für einen Newsletter anzumelden.

Wie zufriedenstellend ist so ein Erlebnis?

Anstatt Interessierten erst einmal die Möglichkeit zu geben, sich zu orientieren und die Information zu erhalten, wegen der die Seite überhaupt besucht wurde, wird sofort zur Handlung aufgefordert. Doch gibt es zu diesem Zeitpunkt überhaupt einen Grund, sich für den Newsletter zu interessieren? Wird mit so einem Pop-up nicht impliziert, dass das Unternehmen wenig darüber weiß, was potenzielle Kunden wirklich wollen? Stattdessen schreckt das Instant Pop-up ab, indem es klar zeigt, dass nicht das Kundenbedürfnis für das Unternehmen zählt, sondern nur der Lead.

PS: Natürlich gibt es auch Seiten, bei denen ein Instant-Pop-up Sinn macht, etwa, wenn es darum geht, bei einem Lieferservice die Postleitzahl einzutragen, um genauere Ergebnisse anzuzeigen. Wie immer bestimmen der Kontext und die Erwartungshaltung der Kunden die Erfolgsrate.

Ein Pop-up für Alle: Sind wirklich alle Kunden (Phasen)  gleich?

Eine ähnliche Aussage macht auf ein Pop-up, das auf ausnahmslos allen Seiten der Webumgebung auftaucht. Natürlich ist ein Newsletter-Pop-up auf der Homepage oder auf dem Blog perfekt, um interessierte Leads zu generieren. Doch auf der Kontakt- oder Impressum-Seite wirkt es fehl am Platz, da die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass Webseiten-Besucher aus anderen Gründen – potenziell sogar wegen Problemen – nach Kontaktdaten suchen.

Zusätzlich sollten Pop-ups im Idealfall so eingestellt sein, dass sie nur „neuen“ Besucher der Webseite angezeigt werden und nicht Kontakten, die beispielsweise bereits für den Newsletter registriert sind. Das hängt natürlich mit den individuellen Cookie-Einstellungen der Besucher zusammen.

Wichtig ist, dass Pop-ups wie jede andere Marketingbotschaft verstanden werden sollten: für alles gibt es die richtige Zeit und den richtigen Ort. Sind Kund aktiv auf einer Kaufreise, so sollte diese nicht durch ein Newsletter-Pop-up unterbrochen werden. Hier eignet sich das Newsletter-Angebot eher nach Abschluss des Kaufs oder mit der Bestätigungsmail.

Das muss ein Pop-up erfüllen: Kundenzentriert und mehrwertig

Ein gutes Pop-up erscheint dann, wenn sich Webseiten-Besucher bereits ein Bild vom Unternehmen machen konnten und entsprechend bereits ein aktives Interesse an den Inhalten und Angeboten gezeigt haben. Es taucht dort auf, wo es auch kontextuell Sinn ergibt und bereichert Kundenreisen, anstatt sie zu unterbrechen.

Außerdem sollte ein gutes Pop-up:

  • Einfach im Design sein
  • Eine klare Handlungsaufforderung enthalten
  • Einfach zu bedienen sein
  • Nicht zu viel Zeit beanspruchen
  • Einen eindeutigen Mehrwert bieten
  • Sich einfach wegklicken lassen (versuchen Sie nicht, clever zu sein und das Klickfenster zu verstecken, das daraus resultierende Frusterlebnis ist der beste Weg zum direkten Absprung)
  • An die Webumgebung angepasst sein (weniger Text und angepasstes Design für Smartphones, etc.)

Wo bringt ein Pop-up einen Mehrwert für Leads und Kunden? Setzen Sie die Kundenbrille auf, indem Sie die Customer Journey Mapping-Methode anwenden. Prüfen Sie damit einzelne Prozesse auf Anforderungen und Optimierungsbedarf. Erfahren Sie mehr in unserem Whitepaper.

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