Server-Datenbanken und Cloud-Symbol

(Co-Redaktion: Ines Alte, LinkedIn)

In einem früheren Beitrag habe ich bereits darüber geschrieben, wie wichtig es ist, Unternehmensbereiche miteinander zu verschmelzen, um ein einheitliches Kundenerlebnis zu garantieren. Eine gemeinsame Datenbank für alle Bereiche ist dabei ein enormer Vorteil aus unterschiedlichen Gründen. Diese hilft nämlich nicht nur bei der Optimierung von Workflows und Kundenerlebnissen, sondern garantiert auch einen sicheren Umgang mit sensiblen Daten.

DSGVO: Geteilte Datensätze machen niemandem Freude

Im Mai 2018 ist es soweit: die Datenschutzgrundverordnung, die eigentlich schon seit 2016 gilt, wird ab dem 25.5.2018 bei Nichteinhaltung geahndet. Für viele Unternehmen ist daher der Mai das Stichdatum, um bis dahin alle Prozesse und Strategien DSGVO-gerecht anzupassen.

Dabei gilt vor allem, dass Kunden bzw. Nutzer ein besonderes Anrecht darauf haben, zu erfahren und auch zu kontrollieren, wie ihre Daten genutzt werden. Sie können daher:

  • jederzeit anfordern, ihre Daten zu löschen
  • ihre Daten jederzeit korrigieren oder editieren
  • Zugriff auf alle Daten in einem üblichen Datenformat anfordern
  • die Nutzung ihrer Daten jederzeit einschränken oder komplett verbieten

Stellen Sie sich ein Unternehmen vor, das isolierte Datenbanken für das CRM-System, Marketing Automation, Logistik-Software und das Ticket- sowie das Billing verwendet. Und jetzt stellen Sie sich vor, wie es bei diesem Unternehmen zugeht, wenn ein Kunde nach all seinen Daten gesammelt in einem einheitlichen Format fragt.

Es ist nahezu unmöglich, bei dezentralen Datenbanken all die Information zusammenzusammeln und in einem Format zu versenden, ohne dass ein immenser Aufwand entsteht.

Eine zentrale Datenbank gibt Überblick über alle Daten

Bereits vor der DSGVO, doch besonders jetzt ist eine zentrale Datenbank Grundlage, um beispielsweise kundenzentrierte Prozesse nahtlos zu gewährleisten. Doch sie hilft ebenfalls dabei, gesammelte Daten standardisiert zu identifizieren und zu strukturieren. So können sensible Daten auch ordnungsgemäß gekennzeichnet und verarbeitet werden. Gleichzeitig haben alle Mitarbeiter eine bessere Übersicht über die verschiedenen Daten und können sich damit auch einfacher an Datenschutzgesetze halten.

Kurzum: eine Datenbank unterstützt die Kontrolle und den Überblick über Daten zu allen Kontakten, Arbeitsvorgängen oder Kundengruppen.

Und auch wenn oftmals der Datenschutz als Hindernis für eine kundenzentrierte und personalisierte Ausrichtung genannt wird, ist es genau umgekehrt. Wer seine sensiblen Daten datenschutzgerecht aufbereitet, sammelt und verarbeitet, der kann gleichzeitig viel eher eine optimale Kundenreise garantieren. Eine Kundenreise, die auf individuelle Bedürfnisse eingeht und zwar nicht auf Kosten des Kundenvertrauens. Datenschutz stärkt die Digitalisierung, ebenso wie ein sicheres Fundament die Stabilität eines Hauses stärkt.

Auf seinem LinkedIn-Blog schreibt unser Digital Chief Officer Reinhard Janning übrigens, wie er die DSGVO erlebt und wie er rechtliche Anpassungen zum Datenschutz und zur Datenkontrolle plant und umsetzt.

Eine saubere, zentrale Datenbank erleichtert zahlreiche Prozesse und Workflows und kann die Zusammenarbeit in einem Unternehmen maßgeblich unterstützen. Erfahren Sie mehr in unserem Fachartikel: “Saubere Daten, saubere Prozesse”.

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