Person nutzt Smartphone, um Raumtemperatur im Schlafzimmer zu regulieren

Immer mehr Unternehmen setzen sich mit dem Internet der Dinge bzw. dem Internet of Things (IoT) auseinander. Doch noch sind die Hürden oft zu hoch. Welche das sind, erläutert eine aktuelle IDG Research Services und TÜV SÜD-Studie aus dem DACH-Raum.

In der “Studie Internet of Things 2019/2020” von IDG Research Services und TÜV SÜD wurden 444 Entscheider aus der DACH-Region befragt (via it-daily-net).

Auf einen Blick: 

  • Unternehmen fürchten Datenschutzprobleme und legale Anforderungen
  • Know-how und Skills sowie Budgets sind nicht ausreichend für IoT-Projekte
  • Oft mangelt es Unternehmen an konkreten Anwendungsfällen, um den ROI zu berechnen

Was ist das Internet of Things?

Das Internet der Dinge ist der Begriff für Technologien, die es ermöglichen, unterschiedliche Geräte miteinander zu vernetzen, so dass Informationen und Befehle ausgetauscht werden können.

Wenn Sie beispielsweise mit einer Smartphone-App Ihre Kaffeemaschine steuern können, dann ist das Teil des Internet of Things.

Die größte IoT-Hürde: Datenschutz

Circa jedes dritte Unternehmen befürchtet, dass Datenschutz und Sicherheit durch IoT-Anwendungen beeinträchtigt werden könnten. Auf die Frage, welche konkreten Sorgen sich in diesem Kontext ergeben, spielen Hacker-Angriffe, Industriespionage und juristische Probleme die größte Rolle. Unternehmen fürchten also einerseits Angriffe und Datenklau und andererseits die komplexe rechtliche Lage bei der Nutzung des IoT.

Privacy by Design kann und muss bei der Entwicklung von IoT-Geräten und -Anwendungen implementiert werden. Das heißt, dass Datenschutz nicht erst als Add-On ergänzt wird, sondern vom ersten Schritt in der Planung und Entwicklung mitgedacht wird. Diese Herangehensweise sorgt auch dafür, dass die Entwickler den Datenschutz neben der Funktionalität ins Zentrum ihrer Produkte stellen und nicht als Fußnote behandeln.

Doch auch Privacy by Design schützt nicht 100%ig vor zukünftigen Angriffen. Allerdings gibt es aktuell zahlreiche Möglichkeiten, um Schwachstellen automatisiert und auch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz frühzeitig zu identifizieren, um ihnen entgegenzuwirken. So kann Sicherheitssoftware ungewöhnliche Aktivitäten feststellen und melden, um Angriffe zeitnah zu erkennen.

Der Studie zufolge nutzt bereits jedes vierte Unternehmen derartige Lösungen. Ungefähr die Hälfte prüft derzeit den Einsatz.

Weitere Hürden: Budget, Know-how und Einsatz

Neben Datenschutz und Sicherheit nannten die befragten Unternehmen weitere Herausforderungen in der Nutzung des Internet of Things:

  • Knappes Budget
  • Fachkräftemangel
  • Fehlende Anwendungsfelder
  • Fehlender ROI bei bestehenden IoT-Anwendungen
  • Mangelnde Akzeptanz Kunden, Mitarbeitern, etc.

Insbesondere die letzten Punkte möchte ich kurz genauer erläutern: Digitalisierung der Digitalisierung wegen ist zum Scheitern verurteilt. Bei der Überlegung, das Internet der Dinge für Ihre Produkte und Kunden einzusetzen, sollten Sie immer nutzerzentriert vorgehen.

Welcher Nutzen kann aus dem IoT-Einsatz entstehen? Mitarbeiter und Kunden werden sich nicht auf Anwendungen stürzen, nur weil diese das Internet der Dinge verwenden. Vielmehr sollte das IoT das Mittel sein, um neue, spannende und hilfreiche Funktionalitäten und Mehrwerte im Leben der Kunden bzw. Nutzer zu ermöglichen oder bestehende Probleme bzw. Pain Points zu lösen.

Gelingt Ihnen das, so ergeben sich der ROI sowie die Akzeptanz von selbst. Und: wenn es in Ihrer Branche oder Ihrem Unternehmen aktuell noch kein passendes Anwendungsfeld für das IoT gibt, müssen Sie sich nicht gezwungen fühlen, es trotzdem auf Biegen und Brechen einzusetzen.

Die Digitalisierung ist eine Werkzeugbank, um Sie, Ihre Mitarbeiter, Kunden und Partner zu unterstützen. Sie brauchen nicht das ganze “Set”, um Ihr Geschäft zu führen.


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