Miniatur Einkaufswagen auf Laptop

Im 2019 Barometer betrachtet der Paketdienstleister DPDgroup das Verhalten von Online-Shoppern in Europa. Anscheinend wollen aktive Shopper nicht nur gute Produkte.

Dass das Erlebnis eine große Rolle bei der Auswahl von Unternehmen und Produkten spielt, ist natürlich kein Geheimnis mehr. Doch spannend sind die Ergebnisse des „E-shoppers in Europe – 2019 Barometer“ der dpdgroup dennoch.

Denn es zeigt sich: das Erlebnis spielt sich nicht nur auf einer linearen Kaufreise, sondern in einem digitalen Ökosystem ab. Knapp jeder zweite Online-Shopper, 45%, um genau zu sein, gehört zu den „regulären Käufern“, die häufiger online einkaufen und daher auch 85% des gesamten Marktumsatzes in Europa ausmachen. Wer also seinen Online-Auftritt attraktiv gestalten will, sollte sich nach den Vorzügen dieser Shopper orientieren.

Was aber sind diese Vorzüge?

Was wird online gekauft?

Kleidung und Bücher gehören zu den Produktkategorien, die bevorzugt online gekauft werden, dabei zählt insbesondere bei Kleidung, dass die Produktinformationen stimmen. Viele Fotos (Nahaufnahmen von Mustern/Stoffen, das Kleidungsstück an der Person und in Bewegung, etc.), Informationen zu den Maßen und Kleidergrößen sowie Verfügbarkeit von Alternativen helfen dabei, die Entscheidung zu fällen. Zusätzlich sind auch Informationen zur Herstellung notwendig, wenn Zielgruppen angesprochen werden, die Wert auf nachhaltige, ethisch produzierte Produkte legen.

Was erwarten Käufer von Unternehmen?

Einfache Kaufprozesse, ein guter Service und günstige Angebote sind bei fast allen E-Shoppern beliebt. DPDgroup identifiziert jedoch auch umweltbewusste Shopper, die auf den ökologischen Fußabdruck eines Unternehmens achten. Gerade diese Gruppe steckt mehr Zeit in die Recherche und kauf seltener, gibt dafür jedoch auch mehr aus, wenn das Produkt umweltfreundlich ist.

Alle Käufergruppen achten übrigens auf Reviews und reagieren negativ, wenn das Branding eines Unternehmens nicht mit den Bewertungen der Kunden übereinstimmt. Neben der Darstellung des Webauftritts, der Produkte und der UX müssen also auch Bewertungsplattformen und -möglichkeiten betreut werden, um beispielsweise frühzeitig auf Kritik reagieren zu können, unabhängig vom Kanal.

Wie bewegen sich Käufer im Netz?

DPDgroup spricht von einem „rich and dynamic“ Online-Leben und erläutert, dass viele Shopper auf unterschiedlichen (sozialen) Kanälen und Geräten den Einkauf als Erlebnis verstehen. Entsprechend positiv reagieren sie auf Unternehmensauftritte, die den Dialog mit anderen Shoppern erleichtern, Feedback annehmen und Loyalty-Programme anbieten.

Es gilt also, den Shop nicht nur als Insel, sondern als Puzzleteil eines gesamtheitlich geplanten Webauftritts zu konzipieren. Social Media-Kanäle und Bewertungsplattformen spielen dabei eine ebenso große Rolle. Wichtig ist dabei natürlich, dass die Kunden sich frei in diesem „Ökosystem“ bewegen können und mit wenigen Klicks dort hin navigieren können, wo sie sich informieren bzw. Käufe abschließen wollen.


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