Wiener Altstadt menschenleer

Auch österreichische Kunden haben ihr Kaufverhalten im Rahmen der Pandemie geändert, doch nicht in allen Bereichen orientieren sie sich am Durchschnitt.

Einer AMA-Umfrage zufolge geht mehr als jeder zweite Österreicher seltener Lebensmittel einkaufen (Quelle: via Handelszeitung.at). 5 % der Befragten kauft anscheinend nur noch online ein und immerhin knapp ein Drittel hat sein Verhalten nicht geändert. Wenig überraschend profitieren derzeit insbesondere Lieferdienste. Wie auch in anderen Ländern wird aktuell bevorzugt lokal eingekauft.

Auch bei den Qualitätskriterien von Lebensmitteln hat sich der Fokus etwas geändert. Jeder zweite Befragte achtet auf die Hygiene der Lebensmittel, immerhin knapp ein Drittel kauft bevorzugt Produkte mit einer langen Haltbarkeit ein. Ethische Einkaufsgründe (Umweltschutz, Tierwohl und Bio-Qualität) liegen derweil etwas abgeschieden hinter anderen Kriterien wie Frische, Aktionsware und der Produktherkunft.

Bargeldlose Bezahlung steigt (langsam)

Auch die Bezahlmethoden haben sich durch Corona verändert, wenn auch vergleichsweise zurückhaltender (Quelle: IIS ING via Horizont.at). So bezahlen zwar immer mehr Österreicher bargeldlos, doch im europäischen Vergleich liegt Österreich ziemlich weit zurück. So zahlen 43 % aller Österreicher mittlerweile per Karte und liegen damit immerhin noch 9 % hinter dem Europadurchschnitt.

In Restaurants und beim Einkauf von Kaffee oder Snacks ist der Unterschied sogar noch höher. 71 % der Befragten zahlen weiterhin im Restaurant mit Bargeld, während der europäische Durchschnitt bei 30 % liegt.

Insbesondere im Gastronomiebereich, für Hotels und im Retail wirkt sich nicht nur das Verhalten der österreichischen Kunden negativ aus, sondern auch das Ausbleiben internationaler Touristen. Kurier.at berichtet beispielsweise von Umsatzrückgängen in den Wiener Einkaufsstraßen von weit über 50 %. 18.000 Kunden fehlen dort durchschnittlich pro Tag. Viele Restaurants in Geschäftsvierteln fehlen außerdem die Mittagskunden der umliegenden Bürogebäude, da viele Menschen im Home Office arbeiten.


Schauen Sie sich die Aufzeichnung unseres Online-Events zum Thema „Umsatz trotz Corona“ an. Dort stellen Experten Möglichkeiten vor, während der Krise weiterhin erfolgreich Kundengruppen zu erschließen und Umsätze zu steigern.

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Österreich bleibt positiv gestimmt

Interessant ist derweil, dass sich trotz dieser Entwicklungen die meisten Österreicher sicher sind, dass das Land gut aus der Krise herauskommen wird. Einer Umfrage des Verbands Financial Planners zufolge waren 73 % aller Befragten im März 2020 besorgt um ihr Vermögen. Im April waren es nur noch 18 %. Auch der AMA-Befragung zufolge sind die Österreicher positiv gestimmt. So denkt die Mehrheit der Befragten, dass Österreich sich „bis zum Ende der Krise ausreichend mit Lebensmitteln versorgen kann.“

Insbesondere österreichische Unternehmen, die ihre Produkte und Services auch digital anbieten können, haben hier einen klaren Vorteil. Doch auch in anderen Branchen lassen sich mit einigen Anpassungen die Kundenerlebnisse angenehmer und sicherer gestalten. Die Erweiterung von Bezahlmöglichkeiten auf möglichst einfache kontaktlose Bezahloptionen kann beispielsweise im Gastronomiebetrieb positiv auf Kunden wirken. Auch könnten digitale Reservierungssysteme dabei helfen, Besuche so zu planen, dass keine größeren Menschengruppen im Laden, Restaurant, etc. entstehen.

Anbieter von Produkten und Services, die auch digital angeboten und verkauft werden können, sollten derweil einen genauen Blick auf ihre digitalen Kundenreisen werfen. Sind die Prozesse einfach und verständlich? Wissen Kunden, welche digitalen Angebote es gibt? Gibt es weitere Möglichkeiten, um das digitale Einkaufserlebnis zu optimieren? Übrigens können Sie hier im Longread nachlesen, wie sich das Kundenverhalten generell während der Pandemie geändert hat und worauf Kunden aktuell Wert legen.


Auf unserer Informationsseite zum Thema Commerce finden Sie zahlreiche Anwendungsbeispiele, wie Sie das Kauferlebnis Ihrer Kunden (B2B und B2C) optimieren können. Erfahren Sie mehr.

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