Weg aus Holzbausteinen und eine Strichmännchenfigur, die über eine Lücke durch einen gezeichneten Strich laufen kann

Beim jährlichen Innovationsindex der ING hat sich Österreich im Vergleich zu den Vorjahren verschlechtert. Doch woran liegt es?

Drei Plätze ist Österreich im Index von ehemals Sieben auf Zehn abgerutscht. Bereits von 2018 zu 2019 hatte sich Österreich um zwei Plätze verschlechtert. Hier stellt sich natürlich die Frage, woran es liegt.

Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING in Deutschland und Österreich erklärt in der Pressemitteilung, dass der Fachkräftemangel Ursache sein könnte. Irland, das im Europavergleich auf Platz Eins gelandet ist, besticht anscheinend durch eine gute Ausbildung, eine hohe Beschäftigungsrate im Hochtechnologiesektor sowie eine ausgeprägte Gründerszene. Hier zeigt sich auch, dass der Fachkräftemangel kein Problem mit einer Lösung ist, sondern an vielen Ursachen liegt:

Aus- und Weiterbildung fördern

Ausbildungsstätten müssen mit den digitalen Entwicklungen mitwachsen. Ein attraktives Ausbildungsland stärkt auch die lokalen Unternehmen. Dem EY Mittelstandsbarometer für Österreich zufolge haben 81 % aller befragten Unternehmen Probleme damit, geeignete Mitarbeitende zu finden. Die meisten unbesetzten Stellen gibt es in den Bereichen Technik und IT.

Investiert werden muss hier jedoch nicht nur in das Bildungssystem. Auch Unternehmen sollten den Fachkräftemangel als Zeichen sehen, die internen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zu stärken. Dadurch ergibt sich übrigens auch ein positiver Nebeneffekt. Unternehmen, die selbst Mitarbeitende in ihrer Entwicklung fördern, sind automatisch attraktivere Arbeitgeber. Tatsächlich bemängeln Digital Talents in einer Studie der Boston Consulting Group (mehr dazu hier), dass Unternehmen zu wenige Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten.

Attraktive Stellen schaffen

Unternehmen müssen zusätzlich in der Lage sein, den Digital Talents, aber auch anderen attraktiven Fachkräften, Angebote zu machen, die im Wettbewerb mit anderen Ländern mithalten können. In der zitierten BSG-Studie haben Digital Talents angegeben, dass insbesondere die Work-Life-Balance, finanzielle Anreize sowie interessante Aufgaben Grundlagen für Zufriedenheit am Arbeitsplatz sorgen.

Wichtig ist auch, die unterschiedlichen Bedürfnisse je nach Branche, Umfeld und Kultur zu berücksichtigen. Jobmodelle müssen flexibler werden, um unterschiedliche Ansprüche erfüllen zu können und so die Reichweite für attraktive Fachkräfte zu verstärken.

Gründungen unterstützen

Österreich entwickelt sich eigentlich positiv, wenn es um Gründungen geht. Dem Austrian Startup Monitor zufolge wurden seit 2008 mehr als 2200 Start-ups gegründet. Auffällig ist, dass die Mehrheit in den größeren Städten gegründet wird und jedes fünfte Startup aus einem bestehenden Unternehmen heraus entstanden ist. Fast die Hälfte aller Startups hat einen Sitz in Wien.

Hier lässt sich bereits Potenzial erkennen, auch Gründer in ländlichen Gegenden zu stärken sowie Gründungen auch ohne den „Rückenwind“ eines bestehenden Unternehmens zu erleichtern. Gründer wünschen sich von der Politik insbesondere niedrigere Lohnnebenkosten, Anreize für Risikokapital und eine höhere Flexibilität und Transparenz im Förderwesen.


Virtuelles Teamwork unterstützt Mitarbeitende dabei, Wissen auszutauschen und zentral darauf zuzugreifen. Erfahren Sie auf unserer Infoseite, wie Sie mit der richtigen Plattform die Grundlagen für digitale (Zusammen-) Arbeit legen können.

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