Grafiken zu Sprachassistenten und kleine Figuren, die auf ihnen sitzen

Einer aktuellen Studie zufolge verwenden die Hälfte aller Schweizer mittlerweile Sprachassistenten. Generell sind Schweizer sehr aufgeschlossen gegenüber Sprachfunktionen.

Die Studie untersucht seit 2018 jährlich die Nutzung von Sprachfunktionen und Sprachassistenten in der Schweiz. Für die Studie wurden mehr als 1000 Nutzer im Oktober 2020 befragt, die Ergebnisse spiegeln also bereits potenzielle Auswirkungen der Pandemie auf das Nutzerverhalten wider. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Nutzung hat sich im Vergleich zum Vorjahr verändert

Am Smartphone, Computer und Auto haben Nutzer 2020 im Vergleich zu 2019 sehr viel weniger von Sprachfunktionen und -assistenten Gebrauch gemacht. Dafür ist die Nutzung von Smart Speakern und Fernsehfunktionen gestiegen. Eventuell hat dieses Ergebnis jedoch eher etwas mit der Pandemie zu tun, da viele Nutzer weniger im Auto und mit dem Smartphone unterwegs waren und am Computer potenziell seltener den Bedarf haben.

Obwohl die Anzahl der Nutzer, die bereits mit einem Sprachassistenten etwas gekauft haben, weiterhin im einstelligen Prozentbereich liegt (7,26 %), ist die Zahl um fast das Doppelte gestiegen. Außerdem spielen Sprachassistenten für knapp jeden dritten Nutzer eine Rolle im Entscheidungsprozess bei einer Kaufreise. Sprich, sie werden zwar selten beim finalen Kauf eingesetzt, finden jedoch beispielsweise bei der Recherche und Produktauswahl Verwendung.

Nutzer haben klare Präferenzen

Die bekanntesten Sprachassistenten sind in der Nutzung auch die beliebtesten. So werden Siri (Apple) und der Google Assistant am häufigsten verwendet. Interessant ist auch, wie gleichmäßig die Vorlieben für jeweils Chatbots (32 %) oder Sprachassistenten (34 %) verteilt sind. Für Unternehmen bzw. Serviceanbieter liegt hier also nahe, wenn möglich, verschiedene Optionen anzubieten, um Nutzern und Kunden entgegenzukommen und keine Gruppe auszuschließen.

Künstliche Intelligenz muss besser werden

Nutzer aus Regionen mit starken Dialekten haben in der Studie angegeben, dass sie häufig Probleme mit Voice-Assistenten haben. Besonders Personen mit Walliser, St. Galler und Tessiner Dialekt wurden häufiger nicht korrekt verstanden. Die künstliche Intelligenz hinter den Assistenten kann übrigens diesbezüglich trainiert werden. Ob sich der Aufwand lohnt, müssen die Anbieter derweil selbst entscheiden. Sind große bzw. wichtige Teile der Nutzergruppe davon betroffen, so empfiehlt es sich, hier zu investieren.

Wozu werden Sprachassistenten genutzt?

Den größten Vorteil sehen Nutzer darin, mehrere Dinge gleichzeitig zu machen, um dabei die Hände frei zu haben, was insbesondere unterwegs, im Auto oder aber auch zuhause bei anderen Aktivitäten zum Tragen kommt. Deshalb liegt auch die Vermutung nahe, dass die sinkende Voice-Nutzung direkt am Computer daran liegt, dass die Computerarbeit keine Tätigkeit ist, bei der ein Voice-Befehl viel Zeit spart oder bequemer ist als eine kurze Tasteneingabe oder ein Klick. Beim Fernsehen, während der Hausarbeit oder auch unterwegs mit dem Smartphone und/oder Auto können Funktionalitäten ohne den Einsatz der Hände jedoch klare Vorteile mit sich bringen.

Darüber hinaus verwenden Nutzer Sprachassistenten besonders häufig, um:

  • Informationen abzurufen
  • Zu Navigieren
  • Befehle zu geben
  • Orte zu lokalisieren
  • Einzukaufen

(via horizont.net)

Mehr zur allgemeinen Nutzung von Voice Search und Sprachassistenten lesen Sie übrigens hier.


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