Grafik, die verschiedene Mitarbeitende zeigt

Eine aktuelle PwC-Studie hat Mitarbeitende weltweit zu ihren Sorgen, Ängsten und Hoffnungen bezüglich ihrer Arbeit befragt. Dabei zeigt sich: Mitarbeitende haben während der Pandemie gezeigt, dass sie flexibel sind und schnell neue Fähigkeiten lernen können.

Die Studie wurde Februar 2021 mit mehr als 32.000 Individuen durchgeführt, darunter Arbeitnehmer, Unternehmensbesitzer, Auftragsarbeitende, Studierende, Arbeitslose, etc. Die Befragung fand in 19 Ländern statt (u.a. Deutschland, UK, US, Polen, Indien, Spanien, etc.).

Mitarbeitende wollen sich digital weiterbilden

77 % aller befragten Mitarbeitenden sind bereit, neue Fähigkeiten zu lernen oder ein völlig neues Arbeitsfeld zu betreten. 40 % haben während der Pandemie ihre digitalen Fähigkeiten erweitert. 80 % sind sich sicher, dass sie den neuen Technologien gewachsen sind.

Diese Ergebnisse zeigen bereits, dass eine Mehrheit der Mitarbeitenden keine Angst vor dem digitalen Wandel hat, sondern vielmehr bereit ist, sich selbst weiterzubilden. Dazu müssen natürlich Gelegenheiten von Unternehmen geboten werden.

Auffallend ist jedoch, dass Unternehmen bevorzugt in Weiterbildung für Mitarbeitende mit Hochschulabschlüssen investieren. Nur jeder vierte Mitarbeitende mit technischen Qualifikationen oder ohne Schulabschluss erhält vom Arbeitgeber die Möglichkeit, digitale Fähigkeiten zu erlernen. Zusätzlich hat die Studie ergeben, dass jüngere Mitarbeitende häufiger Angebote zur digitalen Weiterbildung erhalten.

Wirklich produktiv scheint diese Verteilung derweil nicht zu sein. Gerade technische Arbeitskräfte werden voraussichtlich stärker von der Automatisierung betroffen sein und können durch die richtigen Maßnahmen neue Fähigkeiten erlernen, um einerseits ihre Jobs zu behalten und andererseits den Fachkräftemangel in den Unternehmen zu decken. Mit der fortschreitenden Spezialisierung vieler Arbeitsbereiche verschenken Unternehmen die Gelegenheit, den Fachkräftemangel durch ein durchdachtes, individualisierbares Weiterbildungsprogramm zu lösen.

„Purpose“ motiviert – aber nur, wenn das Gehalt stimmt

75 % aller Befragten wollen für Unternehmen arbeiten, die positiv auf die Gesellschaft wirken. Dabei würden immerhin 46 % sogar weniger Gehalt in Kauf nehmen, wenn sie dafür einen Beruf ausüben können, der einen gesellschaftlichen Unterschied macht. Dennoch spielt Geld für 54 % eine größere Rolle, auch und insbesondere für jüngere Arbeitnehmer.

Arbeitnehmer müssen also berücksichtigen, dass eine solide Existenzgrundlage und finanzielle Anreize auch in den Berufen wichtig sind, die einen hohen sozialen und gesellschaftlichen Wert haben.

Diskriminierung muss ernstgenommen werden

Jede zweite befragte Person wurde bereits am Arbeitsplatz diskriminiert und geht davon aus, dass die eigene Weiterentwicklung und Karriere dadurch negativ beeinträchtig wurde. Knapp jeder fünfte Arbeitnehmer wurde bei einer Beförderung aufgrund des Alters übergangen – dies trifft auf ältere wie auch jüngere Arbeitnehmer zu. Circa 13 % aller Befragten haben aufgrund von Sexismus, Rassismus und Klassismus weniger berufliche Chancen als andere Kollegen erhalten.

Unternehmen müssen hier aktiv daran arbeiten, bewusste wie unbewusste Vorurteile in Entscheidungsprozessen aufzudecken und Prozesse in Einstellungs- und Beförderungsverfahren so zu gestalten, dass diese nicht durch Vorurteile beeinträchtigt werden können. Diverse Unternehmen sind nachweislich stärker und erfolgreicher.

Hybride Arbeitsmodelle gehören zur Zukunft

Fast drei Viertel aller befragten Arbeitnehmer wollen zukünftig hybride Arbeitsmodelle, um zwischen Büro und Home Office zu wechseln. Ein Fünftel kann sich sogar vorstellen, komplett im Home Office zu arbeiten. Die Studie stellt heraus, dass Arbeitnehmer in Städten häufiger die Möglichkeit haben, ihre Tätigkeit remote auszuüben als in ländlichen Gebieten. Dies legt nahe, dass Unternehmen auf dem Land einen höheren Nachholbedarf bei der Digitalisierung ihrer Prozesse haben. Gerade in Deutschland dürfte derweil auch die eher fleckenhafte Qualität bezüglich der Vernetzung einen Einfluss auf die Digitalisierung ländlicher Unternehmen haben.

Interessant ist auch, dass eine hohe Anzahl an Mitarbeitenden (41 %) bereit wären, Technologie zum Monitoring ihrer Leistungen zuzulassen. Ein dennoch nicht zu unterschätzendes Drittel (31 %) ist derweil dagegen. Im Rahmen moderner Arbeitskonzepte wie „New Work“ stellt sich hier die Frage, wie das Monitoring dabei ausfallen und was das Ziel sein soll. Statt Kontrolle sollten die Tools eher Mitarbeitende individuell befähigen, ihre Leistung realistisch einzuschätzen und Wege zu finden, diese zu optimieren.


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