Wecker

Gibt es so etwas wie den perfekten Versandzeitpunkt für einen Newsletter? Und welche Unterschiede müssen bei B2B- und B2C-Empfängern beachtet werden?

Ein Wort zu Benchmarks

Wie bereits häufiger auf diesem Blog erwähnt, sollten Benchmarks nie als unumstößliche Wahrheit gesehen werden. Sie können helfen, wenn man mit seinen eigenen E-Mail-Kampagnen noch am Anfang steht und noch keine eigenen Zahlen hat, um die besten Zeiten für die eigenen Leads und Kunden zu identifizieren. Gerade in kleineren Teams, die wenig Ressourcen haben, können Benchmarks die ersten Entscheidungen erleichtern.

Langfristig sollten jedoch Versandzeiten getestet werden, um herauszufinden, ob die Benchmarks auf die eigenen Kunden und Märkte zutreffen oder sich andere Versandzeiten besser eignen.

Versandzeiten variieren je nach Zweck

Uhrzeit

Time IconDem Anbieter von E-Mail-Tools GetResponse zufolge gibt es einen Unterschied zwischen Versandzeiten, die ideal für die Öffnungsrate oder die Click-Through-Rate sind. Das heißt, dass Empfänger E-Mails zu unterschiedlichen Zeiten E-Mails anschauen/checken und mit ihnen interagieren. Das muss nicht auf jede Zielgruppe zutreffen, dennoch sollten Sie dies im Kopf behalten, insbesondere beim Austesten bestimmter Versandzeiten. So werden E-Mails früher am Tag häufiger geöffnet, aber später am Tag häufiger durchgeklickt.

Die beste globale Uhrzeit ist GetResponse zufolge übrigens sechs Uhr morgens.

Wochentag

Kalender IconGerade freitags werden durchschnittlich die besten Öffnungsraten generiert und zwar global. Dem CampaignMonitor zufolge ist übrigens der Donnerstag der beste Tag für hohe Öffnungsraten.

Das kann daran liegen, dass zum Ende der Arbeitswoche oft etwas mehr Ruhe im Büro eingekehrt ist und Leute mehr Zeit haben, Themen abzuarbeiten. Die Click-Through-Rate ist derweil global am Dienstag am höchsten. Dies deckt sich übrigens mit den Ergebnissen von CampaignMonitor. Dienstags wird also agiert und am Ende der Woche wird gelesen. Für Newsletter eignet sich also ein Versand zum Ende der Woche hin.

B2C

einkaufswagen und internetzeichenGrundsätzlich wird davon ausgegangen, dass B2C-Kunden häufiger abends in ihre E-Mails schauen. Doch gerade in Zeiten des Smartphones ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch während der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit Zeit ist, um private E-Mails zu öffnen.

Wichtig ist dabei, dass diese E-Mails mobil optimiert sind, so dass Empfänger auch unterwegs am Smartphone ein gutes Leseerlebnis haben (mehr dazu lesen Sie übrigens hier). Engagement E-Mails, bei denen die Empfänger nicht nur lesen, sondern handeln sollen, eignen sich derweil eher nachmittags oder abends, so dass die Empfänger in Ruhe Produkte kaufen, sich für Events registrieren oder andere Tätigkeiten durchführen können.

Für B2C-Kunden sind übrigens auch Wochenenden potenziell attraktive Versandzeiten, um Öffnungsraten und Click-Through-Rates anzukurbeln. Hier eignen sich potenziell auch Tests, um zu prüfen, ob Die Click-Through-Rate morgens oder abends höher ist, je nachdem, wann die Empfänger sich die Zeit nehmen, um beispielsweise auf Produktempfehlungen zu klicken oder Rabatte einzulösen.

B2B

Team Icon

B2B-Kunden lesen in der Regel ihre E-Mails während der Arbeitszeit (auch wenn es sicher diverse Ausnahmen gibt). Deshalb werden die regulären Arbeitszeiten und -tage als Versandzeiten empfohlen.

Da jedoch Newsletter gerade im B2B-Bereich in Hülle und Fülle auf die optimalen Versandzeiten (Dienstagmorgen, Freitagmittag) eingestellt sind, kann es sich lohnen, „gegen den Strom“ zu schwimmen und alternative Zeiten und Tage auszuprobieren. Hubspot empfiehlt außerdem, Newsletter morgens zu versenden, da die meisten Arbeitenden morgens ihre E-Mails lesen, bevor sie sich an die Tagesaufgaben machen.

Gleichzeitig lassen die Benchmarks vermuten, dass montags kein guter Tag zum Versand ist und Öffnungsraten erst dienstags in die Höhe schießen. Das kann daran liegen, dass montags angefallene Aufgaben abgearbeitet und viele Meetings durchgeführt werden und viele Empfänger erst am Dienstag Zeit für andere Themen haben.

Testen Sie Ihre eigenen Benchmarks

Im Idealfall sollten Sie Ihre eigenen Versandzeiten austesten, um den perfekten Tag und die perfekte Uhrzeit herauszufinden. Gerade für Newsletter sollten die Tests nicht zu häufig durchgeführt werden. Unter Umständen wirkt es ansonsten zu chaotisch, wenn der „reguläre“ Newsletter alle paar Wochen an einem anderen Tag erscheint.

Allerdings können Sie Benchmarks anhand all Ihrer Marketing-E-Mails messen. Werten Sie dabei aus, wann welche E-Mails die besten Öffnungs- und Klickraten hatten und schauen Sie, ob sich aus den Analysen Trends ablesen lassen.

Diverse Marketing Automation-Systeme empfehlen mittlerweile Zeiten basierend auf Ihren oder ähnlichen E-Mail-Daten.

Best Practices für das Testen von Versandzeiten

  • Achten Sie darauf, dass Sie ähnlich große Messdaten für unterschiedliche Zeiten und Tage haben. Wenn Sie 30 E-Mails montags und drei sonntags verschickt haben, können Sie diese Tage nicht miteinander vergleichen.
  • Messen Sie unterschiedliche E-Mail-KPI, um zu sehen, welche Arten von E-Mails zu welchen Versandzeiten besser/schlechter performen. Eine hohe Öffnungsrate bedeutet nicht immer eine hohe Klickrate und umgekehrt.
  • Berücksichtigen Sie bei den Ergebnissen auch Betreffzeilen und Inhalte, da diese unabhängig von der Versandzeit das Nutzerverhalten beeinflussen können. Eine tolle Betreffzeile wird auch an einem sonst ungünstigen Tag häufiger geklickt als eine durchschnittliche Betreffzeile an einem günstigen Tag.
  • Experimentieren Sie gerade bei unregelmäßigen E-Mail-Formaten auch Uhrzeiten und Versandtage. So können Sie ausreichend Daten sammeln, die Sie gegebenenfalls auch für reguläre E-Mails wie Newsletter anwenden können.

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