Glühlampe, die sich in ein Netzwerk auflöst

Wird über Analytics und den Nutzen von Daten gesprochen, so fällt auch häufig der Begriff „BI“, bzw. „Business Intelligence“. Doch was genau versteht man dahinter und welchen Nutzen haben Unternehmen mit BI?

Was ist Business Intelligence?

„Business Intelligence“ lässt sich auf Deutsch als „Geschäftsintelligenz“ übersetzen. Es bedeutet das Sammeln, Auswerten und Darstellen von Geschäftsdaten, um daraus Erkenntnisse zu gewinnen und strategische Entscheidungen zu unterstützen.

Zum Auswerten braucht es oft Plattformen, Prozesse und Methoden, die Daten konsolidieren, segmentieren und auswerten, um Zusammenhänge und Informationen zu generieren. Darüber hinaus gewinnt auch die nutzerfreundliche, intuitive Darstellung an Relevanz, da immer häufiger nicht nur Analytics-Experten die Daten einsehen wollen. Mittlerweile gibt es kaum eine CRM-Software, die keine BI-Funktionalitäten anbietet.

Was unterscheidet Business Intelligence von Customer Analytics?

Während Customer Analytics dazu da ist, durch das Auswerten von Kundendaten mehr über das Verhalten, Präferenzen und Eigenschaften von Kunden zu erfahren, wirft BI den Blick auf das Unternehmen. Das Ziel ist dabei, Schwachstellen, Potenziale und Mehrwerte zu entdecken, z.B.:

  • Schwachstellen, die Geschäftsrisiken darstellen können
  • Ausbaupotenzial für Geschäftsbereiche
  • Reduzierung von Kosten, Ressourcen, etc.
  • Trends in der Marktentwicklung
  • Zielerreichung und Prognosen

Unter Business Intelligence versteht man nicht ein Tool, eine Methode oder einen Prozess, sondern eine Vielzahl an Stellschrauben, die eingesetzt werden können, um die im Unternehmen verfügbaren Daten so aufzubereiten, dass sie informative Einsichten über das Unternehmen liefern können.

BI-Studien

  • Finanzabteilungen, C-Level Management und Sales sind die Hauptnutzer von BI-Lösungen in Unternehmen (Quelle: Forbes).
  • Datenintegration, Data Warehouses und Datenpräparation gehören zu den Themen, die Unternehmen im Kontext von BI aktuell am meisten beschäftigt (Quelle: Forbes).
  • Kleineren Unternehmen fällt die Adoption von BI-Tools leichter als mittelständigen und großen Unternehmen (Quelle: Forbes).
  • Unternehmen, in denen der CEO das Analytics-Thema vorantreibt, sind mit einer Wahrscheinlichkeit von 77 % erfolgreicher darin, ihre Geschäftsziele zu erreichen (Quelle: Deloitte).
  • Einer ZDNET-Umfrage aus dem Jahr 2019 zufolge haben bereits 45 % aller Teilnehmer BI-Anwendungen in der Cloud genutzt (Quelle: zdnet.com).
  • Eine Umfrage von NewVantage Partners hat ergeben, dass 73 % aller befragten US-Unternehmen Schwierigkeiten mit der Adoption von Big Data-Anwendungen haben (Quelle: via businesswire.com).

Was muss ein effizientes BI-Tool leisten?

Eine BARC-Umfrage von mehr als 2500 Personen aus 88 Ländern ergab, dass Unternehmen ihre BI-Tools oft nicht nach den Kriterien auswählen, die tatsächlich Grundlage für einen erfolgreichen Einsatz sind (Quelle: via it-finanzmagazin.de).

So entscheiden Käufer häufig nach Preis-Leistungsverhältnis, Flexibilität der Software und Usability. Das sind allesamt wichtige Kriterien, die keineswegs vernachlässigt werden sollten.

Allerdings identifiziert BARC auch Entscheidungsgrundlagen, die einen hohen Einfluss auf zukünftige Erfolge haben. Diese werden oft vergleichsweise niedrig von Unternehmen priorisiert.

Dazu gehören Themen wie das Managen großer Datenmengen, ein schneller Proof-of-Concept und ein hohes Innovationspotenzial des Anbieters.

Unternehmen müssen hier in der Evaluationsphase von BI-Plattformen und -Tools also verschiedene Kriterien beachten und den Anforderungskatalog entsprechend durch Themen erweitern, die im BI-Feld eine Rolle spielen. Neben den klassischen Integrations- und Compliance-Themen muss immer auch berücksichtigt werden, was mit der BI-Anwendung erreicht werden soll und wie der Anbieter diesen Anforderungen gerecht werden kann. Konkrete Anwendungsfälle sollten daher bei der Evaluationsphase insbesondere bei der Shortlist behandelt werden.


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