Bergsteiger auf Spitze und mit Regenbogen

Ob es um Kunden, Partner oder Mitarbeiter geht, Enablement soll Stakeholdern mehr Möglichkeiten bieten, ihre Ziele mit den richtigen Informationen, Tools und Methoden zu erreichen.

Definition: Was heißt „Enablement“?

„To enable“ aus dem Englischen bedeutet so viel wie „etwas zu ermöglichen“. Meistens wird der Begriff im Kontext von Tätigkeiten verwendet. „Enablement“ ist also das Bestreben, einer Person oder Personengruppe die Möglichkeit zu geben, etwas Bestimmtes zu tun, oft mit Werkzeugen, Methoden, etc.

Kunden enablen

Darunter kann man Customer Enablement verstehen, also das Bereitstellen von Lösungen und Services, um das Kundenerlebnis einfacher zu gestalten. Gerade im B2B-Markt können beispielsweise Kundenplattformen und Weiterbildungskurse zur Bedienung von Produkten oder Software die Kunden „enablen“, die gekauften Produkte und Services besser einzusetzen.

IKEAs Planungshilfen „enablen“ Kunden beispielsweise, direkt von zuhause aus Einrichtungen und Möbelkonzepte zu planen. So ist der gesamte YouTube-Kanal von IKEA Deutschland aufgebaut, Kunden nicht nur beim Einkauf, sondern generell bei der Einrichtung, Organisation und beim Aufräumen zu helfen.

Mitarbeiter enablen

Für gewöhnlich betreffen Enablement-Maßnahmen jedoch Mitarbeiter und Partner. Besonders Sales Enablement ist hier wohl am geläufigsten, jedoch sollte es nicht der einzige Unternehmensbereich sein, der berücksichtigt wird.

Beispiel: Sales Enablement

Unter „Sales Enablement“ versteht man beispielsweise das Aufsetzen von Prozessen und Technologien, um den Vertrieb zu unterstützen. Dieser kann mit den richtigen Tools und vor allem der richtigen Information seine Arbeit effizienter machen und gezielter auf Leads und Kunden zugehen. Dies gelingt beispielsweise mit smarten Dashboards, Segmentierungsmöglichkeiten, KI oder individuellen Reports.


Mehr zum Intelligent Workplace for Sales erfahren Sie übrigens hier.


Was steckt in Enablement-Maßnahmen für Mitarbeiter drin?

InformationenDie richtigen Informationen

Daten spielen eine immer wichtigere Rolle. Entscheidend ist jedoch, dass diese Daten einerseits so aufbereitet sind, dass sie auch in Handlungsschritte interpretiert werden können und einfach einzusehen sind. Angesichts der Datenmengen, die Unternehmen heutzutage besitzen, ist es notwendig, dass Daten zentral, kategorisiert und zugänglich gesammelt und verarbeitet werden.

Zusätzlich können Mitarbeiter durch individualisierbare Reports zusätzlich unterstützt werden. Diese Reports können je nach Aufgabenbereich Next Steps, vielversprechende Kunden, Interaktionen, Deadlines, etc. enthalten.

ZielflaggeDie richtigen Ziele

Mitarbeiter, deren eigene Aufgabenbereiche auf die Unternehmensziele angepasst sind, können meistens effizienter arbeiten, besser priorisieren und eigenständiger entscheiden. Doch dafür müssen die Unternehmensziele bzw. muss die Unternehmensstrategie auch so kommuniziert werden, dass die individuellen Aufgabenbereiche klar feststehen.

Wird die Strategie zu allgemein kommuniziert, fällt es Mitarbeitern oft schwer, ihre Tätigkeiten damit zu vereinen. Dadurch entsteht ein Bruch, der die Motivation mindern kann (mehr dazu lesen Sie hier).

Zu den Zielen gehören außerdem auch die richtigen Messwerte, so dass Mitarbeiter und Teams das Erreichen der Ziele auch prüfen und gegebenenfalls Maßnahmen anpassen können. Welche KPIs das sind, unterscheidet sich je nach Unternehmens- und Aufgabenbereich. Wichtig ist, dass die KPIs zusammen mit den Mitarbeitern festgelegt werden. Nur dann können Mitarbeiter sicherstellen, dass sie an Zielwerten gemessen werden, die sie selbst beeinflussen können.

RessourcenAusreichende Ressourcen

Ob es nun um das Budget, um Zeit oder die richtige Ausrüstung geht – Mitarbeiter müssen die richtigen Ressourcen haben, um effizient zu arbeiten. Auch hier unterscheidet sich der Bedarf je nach Aufgabe. Während ein Vertriebler, der oft zu Kundengesprächen und auf Messen unterwegs ist, vor allem mobile Endgeräte braucht, die beispielsweise mit dem CRM verknüpft sind, will der Vertriebler, der eher koordiniert und Kampagnen plant, wohl eher die richtigen Tools, um Kundensegmente zu erstellen.

Die richtigen Anwendungen – dazu gehören auch Systeme und Apps – können dabei helfen, Aufgaben einfacher, flexibler, mobiler und transparenter zu absolvieren. Neben den sachlichen Ressourcen ist auch Zeit ein wichtiger Faktor. Zu viele Überstunden, das Mittag am Schreibtisch und die Arbeit am Wochenende können mittel- und langfristig zur mentalen und physischen Erschöpfung führen (und/oder zur Kündigung).

ProzesseDie richtigen Prozesse

Ein schlecht aufgesetzter Prozess kostet oft Zeit und Nerven und ist fehleranfällig. Umgekehrt können smarte Prozesse dabei helfen, Unternehmensbereiche zusammenzuführen, durch Automation Zeit zu sparen und Informationen auszutauschen. Die Mitarbeiter, die am Ende mit den Prozessen arbeiten müssen, sollten immer Einfluss darauf nehmen können, wie diese aufgesetzt werden. Nur so kann garantiert werden, dass diese Prozesse die Anforderungen auch abdecken und auch wirklich effizient sind.

EntscheidungEntscheidungsfreiheiten

Vertrauen in Mitarbeiter bedeutet, dass diese selbstständig Entscheidungen treffen können und neue Ideen ausprobieren dürfen. Das gehört eigentlich zu einem modernen Unternehmen dazu, wird in der Praxis jedoch nicht immer gewährleistet. Denn, um Dinge auszuprobieren, müssen Mitarbeiter beispielsweise Klarheit über die Unternehmensstrategie haben, um basierend darauf zu entscheiden, ob sich der Versuch lohnt oder nicht bzw. ob er dem Unternehmen schaden kann oder nicht (safe enough to try).

Zusätzlich sollten Mitarbeiter immer die Möglichkeiten haben, Verbesserungsvorschläge zu machen. Das bedeutet auch, dass diese Vorschläge Gehör finden. Einseitige Beschwerdeboxen oder Meetings, in denen Vorschläge geäußert werden, ohne dass es zu konkreten Handlungen kommt, sind lediglich Feigenblätter (mehr dazu lesen Sie hier in unserem Beitrag zu „New Work„).

Leadership im digitalen Wandel

Wie kann der digitale und kulturelle Wandel in Unternehmen Einzug halten, wie bereiten sich Führungskräfte darauf vor und welche Methoden und Tools stehen ihnen zur Verfügung. Auf unserer digitalen Konferenz Digital Thoughts haben wir diese Themen 2019 mit Beratern, Unternehmen und Influencern diskutiert. Die Aufzeichnung aller Vorträge, Interviews und Keynotes können Sie sich hier anschauen.

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